Wegen Atomprogramm: Großbritannien erwägt Militärschlag gegen Iran!

Großbritanniens Streitkräfte sind offenbar dabei, mögliche militärische Aktion gegen den Iran zu planen, berichtet der britische "Guardian". Grund ist die wachsende Besorgnis über die Urananreicherung Teherans für ihr geheimes Atomwaffenprogramm.

Das britische Verteidigungsministerium glaubt demnach, die USA könnten möglicherweise auf absehbare Zeit entscheiden, einige der wichtigsten iranischen Anlagen mit gezielten Raketenangriffen zu attackieren. Laut Angaben britischer Beamter wolle Großbritannien dann militärisch unterstützend eingreifend, wenn Washington nach vorne presche – auch wenn es noch einige große Vorbehalte innerhalb der Regierungskoalition gebe.

So würde im Vorgriff auf einen möglichen Angriff nun geprüft, wo am besten Schiffe und U-Boote, die mit Marschflugkörpern ausgerüstet seien, in den kommenden Monaten stationiert werden könnten.

In den USA wird wahrscheinlich für nächste Woche ein neuer Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde erwartet, der voraussichtlich neue Beweise für ein mögliches Atomwaffenprogramm im Iran liefern könnte. Dem „Guardian“ sei zugespielt worden, dass sich dann die Situation dann aufgrund der neuen Beweislage drastisch ändern könnte.

Ein hochrangiger Beamter habe außerdem mitgeteilt, der Iran habe sich als „erstaunlich widerstandsfähig“ unter dem Druck der gegen das Land verhängten Sanktionen erwiesen und die Versuche des Westens, sein Urananreicherungsprogramm zu lähmen, seien weniger erfolgreich gewesen als zunächst angenommen.

Zudem sei der Iran „erneut sehr aggressiv“ und man sei sich „nicht ganz sicher, warum“. Auch glaubten Beamte, so das Blatt, dass der Iran alle Folgen der Cyber-Attacke durch den Stuxnet Computerwurm im letzten Jahr, der vermutlich durch Amerikaner und Israelis eingeschleust worden war, beseitigt wurden.

Wenn die Iraner von den militärischen Planungen Großbritanniens Wind bekämen, könnten sie darüber hinaus ihre Materialien zur Fortführung des geheimen Atomwaffenprogramms innerhalb der nächsten Monate in unterirdischen Bunkern verstecken, die dann nicht mehr für die Raketen des Westens erreichbar wären. So enge sich der Zeitplan ein, was die Planungen auf ein neues notwendiges Level hebe. Andererseits habe Barack Obama vor den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr wenig Interesse an einem militärischen Konflikt zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Deshalb wolle die britische Regierung den Druck erhöhen.

Es wird geschätzt, dass der Iran, der immer wieder beteuert hat, nur an der Entwicklung eines zivilen Kernenergie-Programms interessiert zu sei, bereits genug Uran für zwei bis vier Atomwaffen angereichert hat. Bis zur Entwicklung eines Waffensystems könnten allerdings noch zwei Jahre vergehen.

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