Erdogan: Deutschland tut zu wenig gegen PKK-Terroristen

Den Besuch in Deutschland nutzte der türkische Ministerpräsident Erdogan, um auf die PKK-Problematik einzugehen. In Deutschland sowie in anderen EU-Ländern würden die Aktivitäten der Organisation noch zu sehr toleriert.

Bei seinem Besuch in Deutschland ging der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erneut auf die PKK-Problematik ein. In der Türkei häufen sich vor allem in den vergangenen Monaten Anschläge der Terror-Organisation. Aus dem Ausland, meint Erdogan, werde die Organisation durch eigene Vereine vor allem finanziell unterstützt. Deutschland dürfe die PKK-Aktivitäten im Land nicht mehr ignorieren und müsse im Anti-Terror-Kampf mit der Türkei stärker zusammenarbeiten.

„Wir können nicht verstehen, dass die Aktivitäten dieser Terror-Organisation in manchen europäischen Ländern toleriert werden, obwohl wir ihnen alle nötigen Geheimdienstinformationen und Dokumente über diese Aktivitäten geliefert haben“, erklärte Erdogan am Mittwoch gegenüber Bundeskanzlerin Merkel. „Die Türkei im Kampf gegen eine Terror-Organisation, die Verbrechen gegen Demokratie, Frieden und Menschlichkeit verübt, allein zu lassen, verletzt unser Vertrauen in diese Länder und zerstört deren Glaubhaftigkeit“, so Erdogan weiter.

Beitritt der Türkei bereichert EU

Von Deutschland forderte Erdogan, aufgrund der engen Beziehung der Länder den EU-Beitritt stärker zu unterstützen. Bundeskanzlerin Merkel müsse hierbei die Initiative ergreifen, denn durch die Türkei könne die EU an Stärke gewinnen. „Staatsoberhäupter, die nicht in großen Dimensionen denken, können die EU nicht zu einem globalen Akteur machen“, betonte Premier Erdogan.

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