NATO-Generalsekretär Rasmussen: Keine Absicht, im Iran zu intervenieren

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat Berichte zurückgewiesen, die NATO wolle im Iran intervenieren. Dazu bestehe "nicht die geringste Absicht", so seine Reaktion.

Zuletzt war gemeldet worden, dass einige Regierungen mit der Planung eines Militärschlags gegen Teherans Atomprogramm beschäftigt seien. Insbesondere Großbritannien bereite sich auf einen Militäreinsatz vor, berichtete etwa der „Guardian“.

Die USA und anderen führenden westlichen Regierungen glauben, dass der Iran beabsichtigt, Atomwaffen herzustellen. Um Teheran von diesem Plan abzubringen, hatte es bereits mehrere UN-Sanktionen gegeben. Der Iran wiederum hat in Stellungnahmen immer wieder beteuert, sein Atomprogramm solle ausschließlich zivilen Zwecken dienen und ziele nur auf die Stromerzeugung ab.

Besonders Israel sieht den Iran als seine größte Bedrohung an. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll Berichten zufolge versucht haben, sein Kabinett zu überreden, einen Militärschlag zu autorisieren. Zudem soll Israel erfolgreich eine Rakete getestet haben, die in der Lage ist, einen nuklearen Sprengkopf in den Iran zu transportieren.

Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte, die NATO unterstütze alle politischen und diplomatischen Anstrengungen, um die Atomfrage zu lösen und forderte den Iran auf, sein Urananreicherungsprogramm zu beenden. Eine militärische Lösung strebe das Bündnis jedoch nicht an: „Lassen Sie mich betonen, dass die NATO nicht die geringste Absicht hat, im Iran zu intervenieren und dass sich die NATO als Bündnis nicht mit der Iran-Frage beschäftigt“, sagte er.

Dagegen lehnte Fogh Rasmussen es ab, Medienberichte zu kommentieren, die israelische Luftwaffe habe vergangene Woche auf einem Luftwaffenstützpunkt der NATO in Italien Schulungen durchgeführt.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.