USA: Türkische Kriegsschiffe begleiten keine Gaza-Flottille

Am Mittwoch sind erneut zwei Yachten mit Hilfslieferungen für Gaza in See gestochen. Türkische Kriegsschiffe würden diese begleiten, hieß es in Medienberichten. Das sei nicht richtig, erklärte das US-Außenministerium. Die Schiffe würden auch nicht im Auftrag der Regierung entsendet worden seien.

Pro-Palästinensische Aktivisten in der Türkei planen offenbar erneut die Entsendung einer Gaza-Hilfsflotte. In einigen Medienberichten wurde gemeldet, die Hilfsflotte könnte von türkischen Kriegsschiffen begleitet werden. Ein klärendes Gespräch war nötig. Victoria Nuland, Sprecherin des US-Außenministeriums, erklärte, die USA hätten die Türkei um Aufklärung gebeten, wobei sich die USA sehr besorgt gegenüber den Gerüchten zeigten. Das berichtet die türkische Zeitung „Zaman“.

Die Behauptungen seien sowohl für die türkische-, als auch für die US-Regierung eine Überraschung gewesen, so Nuland. Die Türkei habe die Aussagen entschieden zurückgewiesen. Sie betonte: „Wir haben ihnen klar gemacht, dass das eine ziemlich schlechte Idee sei und sie haben uns geantwortet, dass sie nicht so einen Plan gehabt hätten.“ Am Mittwoch sind in der Türkei zwei Yachten mit Medikamenten in See gestochen. Israel hatte verkündet, dass ihnen nicht erlaubt werde, die Gaza-Blockade zu durchbrechen. Die Türkei betonte ihrerseits, weder Passagiere noch Kapitäne der Schiffe seien türkische Staatsbürger und die Yachten würden auch nicht unter türkische Flagge stehen.

Gaza-Hilfsflotte: US-Bürger müssen mit Strafmaßnahmen rechnen

Nuland wiederholte frühere Warnungen, US-Bürger, die die Bemühungen der Hilfslieferung unterstützen, müssten mit rechtlichen Maßnahmen rechnen. Die Hamas wird von den USA offiziell als Terror-Organisation bezeichnet.

Im März 2010 hatte die türkische Gaza-Hilfsflotte „Mavi-Marmara“ versucht die Blockade zu durchbrechen. Das israelische Militär stürmte das Schiff. Dabei wurden mehrere Aktivisten getötet. Seitdem sind die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei angespannt.

» Lesen Sie alle Nachrichten über Mavi-Marmara

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