Israel stürmt Gaza-Hilfsschiffe

80 Kilometer vor Gaza hat Israel am Freitag zwei Hilfsschiffe abgefangen. Sie hatten versucht, die Gaza-Blockade zu durchbrechen und den Palästinensern medizinische Unterstützung zukommen zu lassen. Die Aktivisten setzten sich nicht zur Wehr.

Am Mittwoch stachen Schiffe mit Hilfslieferungen an Gaza von der türkischen Küste aus in See. Sie wollten die Gaza-Blockade durchbrechen und den Palästinensern vor allem medizinische Unterstützung zukommen lassen. 80 Kilometer vor Gaza seien erste Warnungen an die Schiffe ausgerufen worden und israelische Militärschiffe seien auf die Flotte zugekommen, meldete die türkische Zeitung „Hürriyet“.

„Kehrt um oder fahrt in Richtung Ägyten“, warnte Israel die beiden Schiffe. Diese seien nicht auf die Warnungen eingegangen und hätten weiter Kurs auf Gaza genommen. Am Hafen hätten sich Palästinenser zur Begrüßung der Schiffe versammelt. Der israelische Generalstabschef, Benny Gantz, gab kurz darauf den Befehl, die Schiffe zu stoppen.

Die beiden Schiffe unter kanadischer und irischer Flagge, die „Tahrir“ und die „Saorise“, seien gestürmt und die 27 an Bord befindlichen Aktivisten festgenommen worden . Das Militär sei dabei nicht auf Widerstand gestoßen. Militärsprecherin Avital Leibovich erklärte: „Ein weiterer Versuch die israelische Blockade zu durchbrechen ist damit gescheitert.“

Die türkische Regierung hatte zuvor erklärt, dass die Türkei nichts mit der Hilfsflotte zu tun habe. Auf den Schiffen seien keine türkischen Staatsbürger. Die Tahrir und die Saorise seien lediglich von der türkischen Provinz Mugla aus in See gestochen.

Seitdem im März 2010 das israelische Militär die türkische Gaza-Hilfsflotte „Mavi-Marmara“ gestürmt und dabei neun Aktivisten getötet hatte, sind die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei angespannt.

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