Anonymous zwingt Drogenkartell zur Freilassung ihres Mitglieds

Das mexikanische Drogenkartell Los Zetas soll eingelenkt und das gefangene Mitglied von Anonymous freigelassen haben. Anonymous hatte mit der Veröffentlichung von tausenden Daten gedroht, welche Politiker belastet hätten, das Drogenkartell unterstützt zu haben.

Wenn bis zum 5. November ein entführtes Anonymous-Mitglied nicht freigelassen wird, hatten die Mitglieder des Hacker-Netzwerks angedroht, Daten von Unterstützern des mexikanischen Drogenkartells Los Zetas zu veröffentlichen. Angeblich war Anonymous im Besitz von 25.000 Emails, die Dutzende von Beamten und Behörden aufgrund deren Verbindungen zu Los Zetas belastet hätten. Nun soll Los Zetas nach eigenen Angaben von Anonymous eingelenkt und das Mitglied von Anonymous freigelassen haben.

Das Gerücht hält sich seit Wochen in verschiedenen Tweets, Blog-Beiträgen und Nachrichten hartnäckig. Am 5. November soll außer der angedrohten Attacke auf das Drogenkartell Los Zetas auch ein groß angelegter Angriff der Hacker-Gemeinde Anonymous auf die Internetseiten von Facebook, Fox News, Banken erfolgen.

5. November : „Guy Fawkes Day“

Auf internationaler Ebene ist der 5. November auch als „Guy Fawkes Day“ bekannt, benannt in Erinnerung an einen radikalen Engländer, der im Jahr 1605 das Parlament zu stürzen versucht hatte. Sein Schicksal wurde in dem großen Kinofilm „V for Vendetta“ vergöttert. Die Guy Fawkes-Maske aus dem Film dient seitdem als Erkennungsmerkmal für die Mitglieder von Anonymous.

Angriff auf „Fox News“ geplant

Abgesehen von der „Operation Cashback-Initiative“ hat Anonymous versprochen, dass die Server der Website von „Fox News“ am 5. November in der „Operation Fuchsjagd“ lahmgelegt werden sollen. Laut einem YouTube-Video vom 22. Oktober wird der Angriff auf „Fox News“ als Antwort auf die unseriöse Berichterstattung des Senders über die „Occupy Wall Street“-Bewegung gesehen.

Auch gab es Gerüchte, Anonymous habe vor, Facebook am 5. November lahmzulegen. Diese waren allerdings von dem Online-Kollektiv selbst dementiert worden.

Kinderporno-Tauschplattform gehackt

Anonymous hatte letzte Woche erfolgreich die Computer von fast 200 mutmaßlichen Mitgliedern einer Kinderporno-Tauschplattform gehackt und deren Daten wie ihre IP-Adressen an die internationalen Behörden weitergegeben.

Zugleich haben die Kunden von privaten Großbanken in ganz Amerika angekündigt, am 5. November ihre Konten zu schließen und ihr Geld in Übereinstimmung mit der wachsenden  „Occupy-Bewegung“ an kleinere kleinere Genossenschaftsbanken zu überweisen. So soll der 5. November auch zum „Bank Transfer Day“ und zum „Move Your Money Day“ werden.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.