Iranisches Atomprogramm: Moskau warnt Israel vor Militärschlag

Russland versucht Israel von einem militärischen Angriff im Iran abzuhalten. Das könnte schlimme Konsequenzen haben, meint der russische Außenminister Sergej Lawrow. Noch in dieser Woche wird die Veröffentlichung eines Berichts der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zum iranischen Atomprogramm erwartet.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte am Montag vehement vor einem militärischen Agriff im Iran. „Es wäre ein sehr schwerer Fehler mit unvorhersehbaren Folgen“, erklärte Lawrow. In den letzten Tagen seien die Spekulationen in Israel über die Möglichkeit eines Präventivschlags gegen iranische Atomanlagen gewachsen, so berichtet „Hürriyet“. Der israelische Ministerpräsident Shimon Peres und Verteidigungsminister Ehud Barak seien für einen militärischen Angriff, berichtete zudem die Zeitung „Haaretz“.

Der Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA wurde noch nicht veröffentlicht, doch es kursieren bereits Gerüchte über dessen Inhalt. Das iranische Atomprogramm soll von ausländischen Experten unterstützt worden sein, heißt es in der „Washington Post“. Dazu gehöre auch ein ehemaliger sowjetischer Waffenspezialist.

Ahmadinedschad: Iran wird Angriff nicht zulassen

Die russische Regierung hatte bisher die UN-Sanktionen gegen den Iran unterstützt. Dies tut sie auch weiterhin. Lawrow betonte, es könne keine militärische Lösung für den Konflikt geben. Eine solche Intervention würde nur mehr Leid hervorbringen. Allein die Maßnahmen der UN seien eine Möglichkeit, auf das Atomprogramm zu reagieren.

Der iranische Präsident Ahmediedschad unterstrich seine Ansicht erneut: „Der Iran hat seine Kapazitäten erhöht und entwickelt sich immer weiter.“ „Aus diesem Grund ist er in der Welt konkurrenzfähig und Israel und der Westen, besonders die USA, zweifeln diese Kapazitäten und die Rolle des Iran nun an“, sagte Ahmedinedschad. Er behauptete, die USA und Israel wollten den Iran militärisch bezwingen und würden nach internationaler Unterstützung ihres Plans suchen. Der Iran werde das nicht zulassen, so Ahmedinedschad weiter.

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