Türkei: Gül verbringt Opferfest im Erdbebengebiet

Im Erdbebengebiet Van kam am Sonntag, dem ersten Tag des muslimischen Opferfestes, nur schwer festliche Stimmung auf. Das verheerende Erdbeben liegt erst zwei Wochen zurück. Staatspräsident Gül verbrachte diesen Tag in Van und besuchte die Zeltlager.

Der türkische Staatspräsident besucht am ersten Tag des muslimischen Opferfestes die Provinz Van. Erst vor zwei Wochen wurde das Gebiet von einem verheerenden Erdbeben erschüttert, bei dem über 600 Menschen starben. Viele der Gebäude in Van sind eingestürzt oder unbewohnbar. Die Menschen müssen in Zelten oder Übergangscontainern hausen. Eine festliche Stimmung zum Eid al-Adha, neben dem Ramadan-Fest das wichtigste islamische Fest, kann hier nicht wirklich aufkommen.

Gül nahm in einer Moschee in Van an dem Festtags-Gebet teil. Anschließend besuchte er die Zeltlager, die Wohncontainer und das vom Erdbeben sehr schwer getroffene Dorf Gedikbulak. Den Journalisten gegenüber erklärte er, es gebe noch viele Defizite. Es sei jedoch nicht möglich, die Lage der Menschen über Nacht zu verbessern. Das bedarf der genauen Planung und Organisation, so Gül.

In Gedikbulak sprachen ihn besorgte Bewohner auf den bevorstehenden Winter an. Starke Regenfälle waren in der vergangenen Woche für einige Familien ein Grund, in ihre beschädigten Häuser zurückzukehren. Gül betonte, es würden Häuser gebaut, die um einiges besser sein würden als die alten Häuser der Einwohner. Sie müssten sich um den Winter keine Sorgen machen.

» Lesen Sie alle Nachrichten über Erdbeben

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.