Westerwelle: Debatte über Militärangriff stärkt die iranische Führung

Bundesaußenminister Westerwelle warnt vor einem militärischen Angriff auf den Iran. Dem Iran müsse eine politische und diplomatische Antwort gegeben werden, sobald sich herausstellt, dass der Iran an einer Atombombe arbeite, betonte Westerwelle.

In einem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ sagte der deutsche Außenminister Westerwelle, die Debatten über einen militärischen Angriff auf den Iran würde die iranische Regierung nur stärken und nicht schwächen. Er warnte auch vor den gefährlichen Auswirkungen eines Militäreinsatzes in der Region. Zunächst müsse man auf den Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde zum iranischen Atomprogramm warten. Erst danach könne über eine angemessene Reaktion entschieden werden, so Westerwelle.

Zuvor berichteten unterschiedliche Medien vom Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). In den kommenden Tagen werde dieser veröffentlicht. In dem Bericht soll stehen, dass der Iran mit ausländischer Unterstützung die notwendigen und entscheidenden Schritte zur Herstellung einer Atombombe geschaffen habe. Westerwelle forderte weitere Sanktionen gegen den Iran, sollte die IAEA die atomaren Absichten des Landes bestätigen.

Es gibt weiterhin Meldungen aus Israel, die die Entschlossenheit des Regierungschefs Netanjahu und des Verteidigungsministers Barak bezüglich eines Angriffs gegen den Iran darlegen. Russland dagegen erklärte, es könne keine militärische Lösung im Streit um das iranische Atomprogramm geben.

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