Afghanistan: Leichenteile von US-Soldaten verloren

Amerikanische Streitkräfte teilten am Dienstag mit, die US-Luftwaffe habe Körperteile von in Afghanistan getöteten Soldaten verloren. Der Generalstabchef Norton Schwartz übernahm dafür die Verantwortung. Die Luftwaffe hatte zuvor versucht die Vorfälle geheim zu halten.

Es klingt kurios – Leichenteil von zwei in Afghanistan getöteten Soldaten sind offenbar verschollen. Die Aufseher der drei Leichenhallen in Dover im US-Staat Delaware seien für ihr „grobes Missmanagement“ bestraft worden, erklärte die Luftwaffe.

Auf einer Pressekonferenz im Pentagon übernahm der Generalstabschef der Luftwaffe, Norton Schwartz, gemeinsam mit dem ranghöchsten zivilen Angestellten Michael Donley die Verantwortung für diesen Vorfall. Ferner musste er zugeben, er könne es nicht ausschließen, dass auch früher Körperteile von getöteten Soldaten verschwunden seien. Leon Panetta, amerikanischer Verteidigungminister, ordnete eine intensive Untersuchen der Angelegenheit an.

Zusätzliche Kritik erfährt die Luftwaffe, weil sie die Angehörigen der zwei getöteten Soldaten erst am vergangenen Wochenende über den Verlust der Körperteile informierte. Schon vor Monaten seien die Vorfälle bekannt gewesen.

Offensichtlich versuchte die Luftwaffe den Leichenteile-Klau geheim zu halten. Eine unabhängige Kommission stellte zuvor fest, dass die Ermittlungen der Luftwaffe rechtswidrig verlaufen waren. Mitarbeiter, die über die Ereignisse berichtet hatten, sollen massiv unter Druck gesetzt worden sein.

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