Über 20 Geiseln: Türkische Fähre im Marmara-Meer entführt!

Vor der Küste der Provinz Kocaeli im Marmara-Meer wurde eine Fähre entführt. An Bord soll sich eine Bombe befinden, behaupten die Geiselnehmer. Über Forderungen ist bislang nichts bekannt.

Vor der Provinz Kocaeli wurde am Freitag eine türkische Fähre mit Passagieren entführt. Türkische Medienberichte sprechen von vier Geiselnehmern, die mit einer Bombe an Bord drohen würden. Der Gouverneur von Kocaeli, Ercan Topaca, korrigierte diese Aussage gegenüber „CNNTurk“. Nur von einem Geiselnehmer wisse man zurzeit. Dieser habe die Polizei angerufen und erklärt: „Greift nicht ein. Ich habe eine Bombe, ich werde sie sonst zünden.“ An den Küsten wurden Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Die Fähre wird von Behörden verfolgt. Um die Passagiere nicht zu gefährden, sei bisher nicht eingegriffen worden.

Minister Binali Yildirim erklärte im dem Nachrichtensender „NTV“, bei den Geiselnehmern handele es offenbar sich um PKK-Terroristen. Einer der Geiselnehmer soll eindeutig der Terrororganisation angehören. Über Forderung ist bislang nichts bekannt. An Bord sollen sich 17 Passagiere und vier Crew-Mitglieder befinden. Die Angehörigen der Geiseln haben sich an der Küste versammelt und bangen um ihre Verwandten. Alle Schiffsfahrten in der Region wurden abgesagt.

Zudem wird vermutet der Geiselnehmer könne mit der Fähre zur Gefängnisinsel Imrali wollen. Hier ist der PKK-Führer Abdullah Öcalan inhaftiert. Topaca sagte: „Hierzu können wir nichts genaues sagen. Aber der Geiselnehmer will, dass dies in den Nachrichten ausgestrahlt wird.“ Auf Imrali sind die Behörden in Alarmbereitschaft.

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