Wegen Bushido: Heino gibt seinen Bambi zurück!

Heino kann es, genau wie Peter Plate von Rosenstolz, einfach nicht fassen. Bushido wird trotz menschenverachtender Rap-Texte mit dem Bambi für Integration ausgezeichnet. Er gibt seinen Bambi von 1990 zurück, weil er mit Bushido nicht auf eine Stufe gestellt werden will.

Heino ist empört: Wie kann Bushido nur einen Bambi für Integration bekommen? Aus Protest verkündete er nun, er schicke seinen Bambi, den er 1990 erhalten hatte, an den Burda-Verlag zurück. „Ich bin zutiefst empört, dass man einem gewalttätigen Kriminellen wie Bushido den Bambi verleiht. Mit diesem Mann möchte ich nicht auf eine Stufe gestellt werden“, erklärt Heino der „Bild“.

„Ich bin oft beschimpft und unberechtigt in die rechte Ecke gestellt worden, weil ich deutsche Volkslieder singe, die ein Teil unseres Kulturgutes sind. Und dieser Kerl, der offen menschenverachtende Lieder singt, bekommt auch noch einen Preis? Wo leben wir denn eigentlich?“, beschwert sich Heino.

Mit seiner Kritik ist er nicht allein. Auch Rosenstolz-Songschreiber Peter Plate hatte seine Dankesrede bei der Bambi-Verleihung genutzt, um sein Unverständnis über die Entscheidung auszudrücken. Vor der Bambi-Verleihung hatten sich in Wiesbaden Demonstranten versammet, die ebenfalls gegen die Entscheidung protestierten.

Neuköllns Bürgermeister: Bushido ist einfach nur clever

Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin-Neukölln, empörte sich mit einem Gastkommentar in der „Berliner Morgenpost“. „Er (Bushido) ist ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Integration, sagt der Burda-Verlag. Ob das wirklich die richtige Bambisparte ist? Wieso muss man einen Menschen integrieren, der eine deutsche Mutter hat, in Bonn geboren, in Berlin aufgewachsen ist und seinen tunesischen Vater gar nicht kennt? Wenn er sich einen Bambi verdient hat, dann doch wohl für Cleverness, hervorragende Adaption unseres gesellschaftlichen Geldmachsystems und für das Erreichen von Jugendschichten in ihrer eigenen Kultur“, meint Busckowsky.

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