Wegen Gewalt: Arabische Liga schließt Syrien aus

Assad hat den Bogen endgültig überspannt. Die Arabische Liga verhängt harte Sanktionen gegen Syrien. Die Mitgliedschaft wird eingefroren und syrische Oppositionelle werden eingeladen, über den Übergang im Land zu beraten. Trotz Annahme eines Friedensplans hatte die Gewalt gegen das syrische Volk nicht aufgehört.

Die Arabische Liga verhängt die bisher härtesten Sanktionen gegen Syrien. Die Mitgliedstaaten beschlossen gemeinsam, Syrien aus der Liga auszuschließen, bis die Gewalt Assads gegen sein Volk ein Ende nehmen werde. Das gewaltsame Vorgehen des Regimes können nicht länger hingenommen werden. Hamad Bin Dschassim, Regierungschef des Staates Katar, erklärte, es würden weitere wirtschaftliche und politische Maßnahmen ergriffen. Die Mitglieder seien aufgefordert worden, ihre Botschafter aus Syrien abzuziehen.

Er forderte die syrischen Oppositionsparteien auf, an einem Treffen im Hauptquartier der Arabischen Liga teilzunehmen, um über den Übergang in Syrien zu beraten. Zuvor hatte Baschar al-Assad dem Friedensplan der Arabischen Liga zugestimmt und beteuerte, es würden keine Zivilisten mehr angegriffen werden. Trotz dieser Aussagen starben in der vergangenen Woche erneut 21 Menschen bei der gewaltsamen Niederschlagung von Demonstrationen. Insgesamt sind nach UN-Angaben seit März über 3500 Menschen in Syrien getötet worden.

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