Erdbeben in Türkei: Opposition bezichtigt Regierung „des Mordes“

Die Rettungsmaßnahmen in der östlichen Provinz Van sind eingestellt worden. Die Anzahl der Toten des Erdbebens vom Mittwochabend ist auf 39 gestiegen. In der Türkei gibt es eine Debatte darüber, wer die Verantwortung für die bauliche Bewertung der zwei Hotels übernimmt, die bei dem zweiten Erdbeben innerhalb von zwei Wochen eingestürzt waren.

Aslan Bayram, Besitzer des fünfstöckigen Hotels Bayram, das bei einem Erdbeben der Stärke 5,6 in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eingestürzt war, hatte gegenüber Medien gesagt, die Bauexperten hätten seinem 47 Jahre alten Hotel nach dem ersten Beben der Stärke 7,2 im Oktober bescheinigt, dass es sicher sei. Für die positive Bewertung des Hotels hat bislang keine Behörde die Verantwortung übernommen.

Die größte Oppositionspartei CHP gibt die Schuld der AKP-Regierung. Ihr stellvertretender Vorsitzender Akif Hamzaçebi sagte laut der türkischen Zeitung „Hürriyet“: „Die Regierung hat nach außen den Eindruck vermittelt, dass alles in Van nach dem ersten Beben OK war, aber das zweite Erdbeben hat bewiesen, dass die notwendigen Vorkehrungen nicht getroffen worden sind.“

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Während einer Pressekonferenz hatte Hamzaçebi die Regierung beschuldigt, einen „Mord begangen“ zu haben, so „Hürriyet“: „Ein Gebäude, das bei dem ersten Erdbeben beschädigt wurde, ist zusammengebrochen beim zweiten Beben der Stärke 5,6 und hat Menschen getötet. Die Regierung ist verantwortlich dafür“, so Hamzaçebi.

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