„Lasst unsere Mami nicht sterben!“: Zwei kleine Mädchen flehen um Hilfe

Zwei vier und acht Jahre alte britische Geschwister bangen um das Leben ihrer todkranken Mutter. Nach Angaben der Ärzte hat diese nur noch drei Monate zu Leben. Doch die kleinen Mädchen wollen nichts unversucht lassen und starteten eine Kampagne.

Susan Saul rennt die Zeit davon: Während die Ärzte das Leben der zweifachen Mutter bereits aufgegeben haben, wollen sich ihre beiden kleinen Töchter nicht mit dem schrecklichen Schicksal, das sie in Kürze erwarten soll, abfinden. Die achtjährige Seren und ihre vierjährige Schwester Estelle, das berichtet die „Daily Mail“, wollen kämpfen.

Mit Hilfe der Kampagne „Save Our Sue“ wollen sie ein letztes Mal gegen den seltenen Knochenkrebs, an dem Susan erkrankt ist, antreten. Diagnostiziert wurde der Krebs bereits während der Schwangerschaft mit ihrer zweiten Tochter. Damals verdrehte sie sich das Knie. Bei der Untersuchung kam dann die furchtbare Diagnose. Jetzt, nur wenige Jahre später haben ihr die britischen Ärzte erklärt, dass sie nichts mehr für die junge Frau tun könnten. Ihr blieben lediglich noch drei Monate.

Behandlung in Deutschland kostet 45.000 Pfund

Alle Hoffnungen klammert die Familie nun an eine Reise nach Deutschland, die durch „Save Our Sue“ finanziert werden soll. Dort, so haben sie herausgefunden, werde eine neue Behandlungsmethode angewandt, die es so in Großbritannien noch nicht gibt. Der Haken: Sue und ihre Lieben benötigen insgesamt ganze 45.000 Pfund, um die Therapie bezahlen zu können. Bisher hat die Kampagne, an deren Spitze die tapferen kleinen Mädchen Seren und Estelle stehen, 10.000 Pfund eingebracht.

Die 39-jährige Mutter Susan, die früher als Parfüm-Verkäuferin gearbeitet hat, ist begeistert über das Engagement ihrer Familie. „Die Mädchen unterstützen die Kampagne auf ganz wundervolle Weise. Obwohl sie noch so klein sind, wissen sie genau, worum es geht und dass sie bei dieser Spendensammlung an vorderster Stelle stehen. Bei allen Veranstaltungen rufen sie ganz laut ‚Save Our Sue‘.“ Die Familie, so fährt sie fort, sei entschlossen, das Geld aufzutreiben. Beide Mädchen wüssten, dass man arm sei und Seren sei auch bewusst, dass die Mutter an Krebs leide.

Im Sommer 2010 kehrt der Krebs zurück

Rückblickend ins Jahr 2007 erzählt sie: „Als ich die Diagnose hörte, stand ich unter Schock. Ich konnte nur an meine zwei kleinen Mädchen denken, die mich brauchten. Ich wusste, dass ich nirgendwo hingehen konnte. Ich musste weiter für sie da sein.“ Was folgte, waren schreckliche Monate. Einer Operation am Knie schloss sich wenig später eine Chemotherapie an. Doch als sie glaubte, sie hätte die Krankheit besiegt, tauchten die nur allzu bekannte Schmerzen 2009 in der Leistengegend wieder auf. Im März letzten Jahres dann eine weitere OP. Doch vergebens: Im vergangenen Juni wird klar. Der Krebs hat gestreut und sich in ihrer Hüfte und anderen Körperteilen ausgebreitet. Für die britischen Ärzte war das ein Todesurteil.

In Deutschland, auch in China, gibt es jedoch eine spezielle Immuntherapie. Hierbei wird das eigene Immunsystem angeregt, sich gegen den Krebs zur Wehr zu setzen. Susan erklärt, dass es sich hierbei zwar um eine experimentelle Behandlungsmethode handle, doch es gäbe bereits sehr gute Erfolge bei Fällen, die dem ihren ähnlich seien. „Das ist meine einzige Hoffnung, um für meine beiden Mädchen am Leben zu bleiben. Ich habe keine Zeit für weitere Versuche. (…) Ich brauche diese Behandlung so schnell wie möglich, um die besten Chancen zu haben.“

Die Kampagne der Familie ist über www.facebook.com/saveoursue oder www.wheatsheaf-cowshed.co.uk/400-foundation zu erreichen.

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