Geistesgestörter mit Hakenkreuzbinde schießt auf türkisches Geschäft

Am frühen Dienstagmorgen hat ein Mann u.a. auf das Schaufenster eines türkischen Lebensmittelgeschäfts im Bereich des Bahnhofs Rheda geschossen. Der Mann, der außerdem Sprengstoffpaketen am Körper befestigt hatte, trug am linken Arm eine Armbinde mit Hakenkreuz. Er wurde von der Polizei verhaftet. Ein Zeuge eriltt ein Knalltrauma.

Der Mann aus Wiedenbrück sei mit zwei Karabinern bewaffnet gewesen, teilt das zuständige Polizeipräsidium Bielefeld mit. Ein Zeuge, der sich in der Nähe aufhielt, habe ein Knalltrauma erlitten, das im Krankenhaus behandelt werden musste. Sonst wurde niemand verletzt.

Der offenbar mit psychischen Problemen belastete Mann habe vor seiner Tat am frühen Dienstagmorgen gegen 02.05 Uhr die Leitstelle der Polizei in Gütersloh über sein Vorhaben informiert. Bei Eintreffen der Polizei sei er in einen offen stehenden Eisenbahn-Wagon geflüchtet, wo er überwältigt und festgenommen worden sei.

Am Körper trug er mehrere selbstgebaute Sprengstoffpakete, die er mit Klebeband befestigt hatte und die mit Feuer hätten entzündet werden können.

Der Mann sei wegen psychischen Problemen bereits in längerer Behandlung und habe mit der Tat offenbar vorgehabt, sich selbst zu töten. Die Hakenkreuzbinde sollte dem Wiedenbrücker nach eigenen Angaben dazu dienen, das Aufsehen der Öffentlichkeit zu erregen. Es sei ihm nicht darum gegangen, andere Personen zu verletzen.

In seinem Rucksack, der später im Fluss Ems gefunden wurde, sei zudem ein Waffen-SS Helm mit entsprechenden Runen gefunden worden, zwei weitere Langwaffen befanden sich in seiner Wohnung. Trotz dieses Fundes habe der 27jährige bei der Vernehmung angegeben, weder rechtsextremistisches Gedankengut zu besitzen noch einer rechtsextremistischen Organisation anzugehören. Auch Propagandamaterial fand man nicht.

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