„The Iron Lady“: Meryl Streep fürchtete sich vor der Rolle

Sie ist eine der herausragendsten Schauspielerinnen, die Hollywood derzeit zu bieten hat. Dennoch hatte Oscar-Preisträgerin Meryl Streep offenbar größten Respekt davor für die Verfilmung von „The Iron Lady“ in die Rolle der Margaret Thatcher zu schlüpfen und dann erneut nach London zu kommen.

Die 62-jährige Meryl Streep verkörpert im Film „The Iron Lady“ (dt. „Die Eiserne Lady“) von Regisseurin Phyllida Lloyd die vor mehr als 30 Jahren in das Amt der ersten und bisher einzigen britischen Premierministerin gekommene Margaret Thatcher. Und deren Ruf schien auch die erfahrene Schauspielerin nachhaltig einzuschüchtern. Wie Lloyd, die mit Streep bereits in „Mamma Mia“ zusammengearbeitet hat, berichtet, sei die Oskar-Preisträgerin ziemlich nervös gewesen. Wie würde das britische Publikum das Ganze dort aufnehmen?

Immerhin, die Verwandlung von Streep in die „Eiserne Lady“ gelang den Maskenbildnern geradezu meisterhaft. Und auch die Darbietung der Streep war wie erwartet nicht von schlechten Eltern. „Ich denke, dass das eine der größten Herausforderungen war, der sich sie jemals gestellt hat“, so die Regisseurin. „Ein gesamtes Leben darzustellen ist eine Herausforderung für jeden Schauspieler und natürlich betrachtete sie ihr Kommen nach England, ich denke, mit einer gewissen Angst“, versucht Lloyd die Empfindungen ihrer Hauptdarstellerin zusammenzufassen.

Meryl Streep besucht das britische Parlament

Wie schwer die Rolle an sich gewesen war, das beschreibt Streep gegenüber der „Daily Mail“: „Es hat mir wirklich viel abverlangt. Aber es war ein Privileg sie zu spielen, wirklich. Es war einer dieser seltenen, seltenen Filme, bei denen ich dankbar war, eine Schauspielerin zu sein und für das Privileg, sich ein Leben wirklich mit Empathie und in aller Tiefe anzusehen. Es gibt keine größere Freude.“ Intensiv hatte sich Streep auf die Rolle vorbereitet. Unter anderem besuchte sie zu Beginn dieses Jahres das britische Parlament. Dort habe die Oscar-Preisträgerin, so bestätigte das Büro des britischen Premierministers David Cameron, einen Einblick in die britische Politik bekommen wollen.

Phyllida Lloyd ist jedenfalls felsenfest davon überzeugt, dass auch das britische Publikum sie lieben und von ihr begeistert sein werde. „Es ist in keinster Weise eine konventionelle Biographie, es ist auch kein politischer Film. Er sagt diesbezüglich nicht ‚das war falsch oder das war richtig‘. Es ist eine rein menschliche Geschichte.“

Mit Thatcher zur 17. Oscar-Nomination?

Der Film kommt am 1. März 2012 in deutschen Kinos. Gezeigt wird das Leben der Thatcher durch eine ganze Reihe von Rückblenden aus der Perspektive einer alten, einsamen und dementen Frau. Streep, die am vergangenen Montag gegenüber des Parlamentsgebäudes ein Filmplakat enthüllte, ist jedoch überzeugt, dass die Londoner das Antlitz von ihr als Thatcher bald „satt haben“ würden. Nichtsdestotrotz sind einige schon jetzt gewiss: Diese Rolle „dürfte der Amerikanerin ihre 17. Oscar-Nomination einbringen“.

Hier der Trailer zum Film in englischer Sprache:

http://www.youtube.com/watch?v=yDiCFY2zsfc

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