Matthias D.: Fünfter Mann soll Rechtsterroristen unterstützt haben

Ein 34-Jähriger aus Sachsen soll den mutmaßlichen Rechtsterroristen aus Thüringen geholfen haben.

Ein weiterer Mann ist ins Visier derErmittler gerückt. So soll nach einem Bericht des ARD-Magazins „Fakt“ der in Johanngeorgenstadt lebende Matthias D. ebenfalls zu den Unterstützern des Terror-Trios gehören, das für die Morde an neun Migranten und einer Polizistin verantwortlich sein soll. Er habe die Wohnung in Zwickau angemietet, in welcher  die Verdächtige Beate Zschäpe von Frühjahr 2001 bis Sommer 2008 unter falschem Namen lebte sowie auch die Wohnung, in der sie mit den beiden Hauptverdächtigen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos ansässig war, die sich vor wenigen Tagen selbst töteten.

Sagt Zschäpe am Mittwoch aus?

Zschäpe gilt als verdächtig, die Thüringer Neonazi-Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) gegründet zu haben. Nach dem Selbstmord ihrer Komplizen hatte sie sich der Polizei gestellt, schwieg allerdings bislang beharrlich zu den gegen sie erhobenen Vorwürfe. Nach Informationen der „Stuttgarter Nachrichten“ plant die 36-Jährige, an diesem Mittwoch eine umfassende Aussage zu machen. „Sie will auspacken und berät sich deshalb mit ihrem Anwalt”, wird ein Beamter aus Ermittlerkreisen zitiert. Am Montagabend war bereits gegen den am Sonntag in der Nähe von Hannover festgenommenen Holger G. Haftbefehl erlassen worden, der die Rechtsterroristen mit seinem Führerschein und seinem Reisepass versorgt haben soll. Im Gegensatz zu Holger G. soll sich Matthias D. noch auf freiem Fuß befinden.

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