Italien: Deutsche Serien-Folge wegen Schwulenhochzeit gestrichen

Wie erst jetzt hierzulande bekannt wurde, hat das italienische Staatsfernsehen RAI Uno bereits am 7. September dieses Jahres eine Episode der ARD-Serie "Um Himmels Willen" aus dem Programm genommen. Der Grund: Zwei Männer traten vor den Traualtar.

Ausgelassen winken die beiden Schauspieler Dieter Landuris und Anton Algrang alias Bühnenbildner Gerhard Scharf und sein Lebensgefährte Günter Reichert in „Romeo und Romeo“ (Folge 124) in die Kamera. Sie haben sich stattlich in einem weißen beziehungsweise schwarzen Anzug herausgeputzt und eigens für den großen Tag eine Kutsche organisiert. Die Szenerie ist so, wie sie die Zuschauer von vielen Hochzeiten kennen. Einziger kleiner Unterschied: Zwei Männer geben sich hier das Ja-Wort.

Im liberalen Deutschland stellt ein solches Drehbuch keinerlei Probleme dar. Im konservativen Italien, in dem homosexuelle Partnerschaften nicht anerkannt sind, offenbar schon. Dort strich der Sender, wie „Bild“ berichtet, die betreffende Folge kurzerhand aus dem Programm, da diese nach Ansicht der Verantwortlichen hätte „Probleme bereiten können“.

Sender verstößt nicht gegen Diskriminierungsverbot

Was eigentlich für Unverständnis sorgen sollte, wurde jetzt sogar von der EU-Kommission abgesegnet. Ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot läge hier nicht vor. Es handle sich vielmehr um eine rein italienische Angelegenheit.

Erst im vergangenen Februar lief hierzulande die zehtne Staffel der erfolgreichsten deutschen Fernsehserie „Um Himmels Willen“. Durchschnittlich 7,3 Millionen Zuschauer verfolgen die Geschichten von Autor Michael Baier rund um das Kloster Kaltenthal.

Und so beginnt die Geschichte „Romeo und Romeo“:

http://www.youtube.com/watch?v=lFTVezmx-WU

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