Türkei wirft Hiddink raus: Keine Abfindung!

Der türkische Fußballverband TFF hat sich nach der nicht erreichten EM-Teilnahme von Coach Hiddink getrennt. Als heißester Favorit für die Nachfolge des Niederländers gilt Abdullah Avci. Gerüchte, die sich hartnäckig halten, Hiddink habe eine Abfindung von über 3 Millionen Euro kassiert, wurden dementiert.

Nach dem 0:0 am Dienstag im Rückspiel gegen Kroatien (Hinspiel: 0:3) ist die Zeit von Guus Hiddink als Trainer der Türkei abgelaufen. Als Nachfolger wird Abdullah Avci, Trainer von Istanbul Büyüksehir Belediyespor, gehandelt. Mit ihm will die TFF laut „Hyrriyet“ die Verhandlungen beginnen. Alternativ werde über Ertugrul Saglam, Trainer von Bursaspor und Tolunay Kafkas, zuletzt Trainer von Gaziantepspor und momentan ohne Vertrag, geredet. Der in den deutschen Medien ebenfalls als Nachfolger gehandelte Berti Vogts – derzeit Nationaltrainer von Aserbaidschan – findet in türkischen Medien allerdings keine Beachtung.

Eine Abfindung erhält der Niederländer von der Türkei für den Rauswurf nicht. Anderslautende Gerüchte entsprächen nicht der Wahrheit, erklärte Lutfi Arıboğan, Vizepräsident des TFF, gegenüber der Zeitung „Sabah“. Im Vertrag sei nie eine Abfindung festgelegt gewesen.

Spekuliert wird darüber, ob Hiddink die Türkei nun in Richtung Chelsea verlassen könnte. Gegenüber „Skysports“ sagte Hiddink: „Ich habe mich noch nicht entschieden, wie die Zukunft aussehen wird. Ich werde mich erstmal ausruhen und später werden wir sehen, was passiert. In England habe ich eine super Zeit verbracht. Auch die Zeit bei Chelsea war super, das heißt nicht, dass ich morgen dazu bereit bin da anzufangen. Ich brauche Zeit um darüber nachzudenken.“ Als Interimstrainer holte er mit dem FC Chelsea im Jahr 2009 den FA-Cup-Sieg.

Eine Rückkehr Hiddinks zum FC Chelsea war auch während seiner Zeit als Nationaltrainer der Türken im Frühsommer Thema gewesen und hatte wochenlang für Unruhe gesorgt. Im Raum stand damals ein Weggang Hiddinks oder auch die Möglichkeit, die Türkei und Chelsea parallel zu trainieren. Offenbar auch aufgrund der heftigen Kritik, die an einer Doppelbelastung des niederländischen Trainers laut wurde, hatte er diese Pläne vorerst aufgegeben. Vor der Türkei hatte Hiddink bereits Südkorea, Australien und Russland trainiert.

Gleichzeitig war das Spiel vom Dienstag nach einer Meldung von „Hürriyet“ offenbar auch das letzte Spiel einiger Nationalspieler. So werden die Namen von Emre Belözoglu, Volkan Demirel, Servet Cetin und Gökhan Zan genannt. Bestätigt sind diese Berichte von anderen Quellen allerdings noch nicht.

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