Neonazi-Morde: Türkei fordert lückenlose Aufklärung

Die Türkei dankt den deutschen Sicherheitsbehörden für die Aufdeckung der Zwickauer Terrorzelle. Egemen Bagis warnt davor, dass sich der Kontinent zu einem Europa in den 30ern zurückentwickelt. Der EU-Beitritt könnte das verhindern.

Die Türkei will, dass alle Mitwisser der Zwickauer Terrorzelle festgenommen werden. (Foto:Zaman)

Die Türkei will, dass alle Mitwisser der Zwickauer Terrorzelle festgenommen werden. (Foto:Zaman)

Europaminister Egemen Bağış dankte den deutschen Behörden für die Aufdeckung der Morde an acht Türkisch-stämmigen und einem Deutschen. Das trage eindeutig zur Sicherheit von Menschen mit Migrationshintergrund bei. Es beunruhige ihn jedoch, dass sich Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht allein auf vereinzelte Terrorzellen beschränke, auch Politiker seien betroffen.

“Manche populistischen Parteien und Politiker sind auf dieses Zug aufgesprungen. Doch das birgt die Gefahr, dass der Kontinent zu einem Europa wird wie es 1930 war”, so Bagis in seiner Erklärung. Der EU-Beitritt der Türkei könne ein Mittel gegen Fremdenhass sein.

Das Außenministerium eklärte zudem, die Türkei habe schon zuvor auf die negative Entwicklung in Deutschland und Europa hingewiesen. Die Aufdeckung der Terrorzelle habe diese Befürchtungen nun bewiesen. Die Türkei fordert eine lückenlose Aufklärung der Vorkommnisse “ganz egal in welche Richtung diese führen wird”. Damit spielte das Ministerium auf die Verwicklung des Verfassungsschutzes an.

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