USA ziehen sich aus Nahost zurück: Chance für Erdogan?

Die USA orientieren sich neu: Die Asien-Pazifik-Region hat nun „Höchste Priorität". Aus dem Irak werden dagegen US-Truppen abgezogen. Im entstehenden Vakuum ergeben sich nun neue Möglichkeiten für die Türkei, ihre Einflusssphäre zu erweitern.

Obama erklärte, die USA wollen „eine größere und langfristigere Rolle in der Gestaltung dieser Region und ihrer Zukunft spielen“. Er spricht hier nicht im Nahen Osten, im Irak oder Afghanistan. Es handelt sich um eine Rede im australischen Canberra. Die Amerikaner orientieren sich neu: Weg vom Nahen Osten, hin zum Pazifik. 2.500 US-Soldaten sollen im Norden Australiens stationiert werden. 250 Marineinfanteristen treten die Reise noch in diesem Jahr an. Die Asien-Pazifik-Region sei nun „höchste Priorität“, so Obama. Das Verteidigungsministerium muss Kürzungen hinnehmen. Doch Obama versichert, es werde keine Kürzungen bei den Stationierungen im Pazifik geben. Die Kürzungen bekommen andere Länder zu spüren.

Im Irak werden 39.000 US-Soldaten das Land verlassen. Auch das Vorhaben, irakische Truppen auszubilden scheiterte. Die Etablierung eines neuen demokratischen Systems ebenfalls. Nun ist der Weg frei für Erdogan.
Die Türkei profitiert vom entstandenen „Sicherheits-Vakuum“, das Vize-Präsidenten Tariq al-Hashimi befürchtet. Ihm zufolge habe sich die Türkei bereits angeboten, für die USA einzuspringen.

Probleme mit dem Volk wird er sicherlich nicht haben. In den arabischen Ländern wird er gefeiert wie ein Star. Während westliche Staatsoberhäupter nur wenig Publikum bei ihren Besuchen in den Ländern der arabischen Welt haben, kann sich Erdogan vor Fans nicht retten.

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