Erdoğan: PKK will „faschistisches System“ etablieren

Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdoğan hat der Terrororganisation PKK vorgeworfen, ein "faschistisches System" etablieren zu wollen. Er forderte die Kurden des Landes dazu auf, sich gegen den Druck der PKK zu widersetzen.

Während einer Einführungszeremonie für neu eröffnete Abteilungen an der Bitlis Eren Universität im Osten der Türkei erklärte Premierminister Recep Tayyip Erdoğan: „Ich bat meine Brüder in dieser Region sich den faschistischen Druck der PKK und seine Auswüchse anzusehen. Und das taten sie. Eltern verloren ihre Söhne (im Kampf mit der PKK), Künstler, Geschäftsleute und Bürgerrechtsorganisationen erheben mutig ihre Stimmen und sagen: Genug ist genug.“

PKK-Abkehr: Fortschritt im Land wird überzeugen

„Ich habe es oft genug wiederholt“, so der Premier laut einem Bericht der türkischen Zeitung „Zaman“ weiter. „Demokratie ist das Gegenmittel gegen den Terror.“ Mit der Etablierung demokratischer Standards im Land, zunehmenden Investitionen (in dieser Region) und der Kompensation von Fehlern der Vergangenheit, würden seine „Brüder“ dort auch die Wahrheit erkennen und sich gegen den Terror stellen. „Ich hoffe, dass die Terrororganisation auch nicht nur ein einziges Thema findet, dass sie für ihre Zwecke missbrauchen kann. Dieser Prozess wird sich fortsetzen. Sie werden erkennen“, so Erdoğan in Richtung seiner Zuhörer, „dass die PKK und ihre Erweiterungen bald ihr wahres Gesicht zeigen und sich die Menschen in dieser Region von diesem Terrorproblem befreien werden.“

Mit seinem Verweis auf „Erweiterungen“ der PKK spielte der Premier auf die BDP an, deren Mitglieder er bezichtigt, sich nicht von der PKK zu distanzieren. Seit einigen Monaten haben sich die Auseinandersetzugen zwischen der PKK und der türkischen Armee wieder intensiviert. Bei den jüngsten Attacken seit vergangenen Juli starben dutzende Sicherheitsleute und auch zahlreiche Zivilisten.

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