Schock für die Fußballwelt: Babak Rafati wollte sich das Leben nehmen!

Die furchtbare Nachricht rauschte am späten Nachmittag wie ein Tornado durch die Gazetten. Der Schiedsrichter Babak Rafati hatte versucht, sich in einem Hotelzimmer das Leben zu nehmen. Die Fußballwelt reagierte mit Entsetzen.

Der 41-jährige Perser Babak Rafati galt als streitbarer Schiedsrichter. Sowohl bei den Fans als auch den Sportlern stand er nicht selten in der Kritik. Dass er jetzt allerdings mit aufgeschnittenen Pulsadern in einem Kölner Hotelzimmer aufgefunden wird, damit hatte wohl niemand gerechnet.

Babak Rafati stand bei Fans und Spielern in der Kritik

Was hat den Deutsch-Iraner, der eigentlich selbst gerne Fußballer geworden wäre zu diesem furchtbaren Schritt getrieben? Die Spekulationen laufen derzeit auf Hochtouren. Einige Medien bringen sein Handeln mit Druck auf dem Fußballplatz in Zusammenhang, mehrmals wurde Rafati zum schlechtesten Schiedsrichter gekürt. Auch im Internet wurde nicht wenig Kritik an dem in Teheran aufgewachsenen Schiri laut. Erst vor wenigen Wochen wurde er auf Grund einer „altersbedingte Umstrukturierung“ sogar von der Fifa-Liste gestrichen. Oder standen am Ende doch eher private Gründe im Vordergrund?

Was den gelernten Bankkaufmann, der seit seinem 16. Lebensjahr als Schiedsrichter aktiv war, angetrieben haben mag, bleibt derzeit noch im Dunkeln. Am Abend ist klar, Babak Rafatis Zustand ist ernst. Aber offenbar befindet er sich nicht mehr in Lebensgefahr. Er soll stabil sein. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Theo Zwanziger, erklärte: „Es ist eine außergewöhnliche Situation, wenn einer unserer Spitzenschiedsrichter einen Suizidversuch unternimmt. Wenn sich die Prognose als richtig erweist, dass der Zustand von Babak Rafati stabil ist, ist das vor allem ein Verdienst seiner Assistenten, die alles getan haben, ihm zu helfen.“ Der Druck im Leistungssport sei ungeheuer hoch – und wir schafften es einfach nicht, das in die richtige Balance zu bringen. Es gäbe viele andere liebens- und lebenswerte Facetten. Man dürfe sich nicht in eine so hineinbegeben, dass man in ausweglose Situationen gerate.

Bundesliga-Spiel in Köln wurde kurz vor Anpfiff abgesagt

Seit 2005 ist Rafati in der ersten Bundesliga. Für drei Jahre stand Rafati nun auf der Liste des Fußball-Weltverbandes Fifa, was ihm ermöglichte auch internationale Spiele zu pfeifen. Bis zu diesem Samstag leitete er 84 Bundesliga-Spiele, davon 17 Mal den DFB-Pokal. Zuletzt stand er am 15. Oktober in der Partie Stuttgart gegen Hoffenheim auf dem Platz. Das an diesem Samstag stattfindende Bundesliga-Spiel in Köln wurde nur wenige Minuten vor Beginn abgesagt.

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