Aufruf auf Facebook: „Berliner Flashmob gegen Rassismus!“

Auf Facebook ist aktuell ein Aufruf zu einem "Flashmob gegen Rassismus" aufgetaucht. An diesem Sonntag von 15 bis 18 Uhr sollen sich die Teilnehmer auf der Wiese vor dem Reichstag versammeln.

Erstellt wurde das Event auf Facebook von Userin Daniela Kaya. Ihr Argument, das die Menschen vor eines der Wahrzeichen der Hauptstadt locken soll: „Genug des Schweigens. Zu kurz greift der Aktionismus der Politik. Wir brauchen ein starkes Zeichen aus der Zivilgesellschaft. Was die Politik nicht schafft, wollen wir im Kleinen zeigen.“

Der Ablauf der Aktion, zu der bisher mehr als 3000 Facebook-User eingeladen wurden, ist wie folgt angedacht. Alle Teilnehmer sollen sich zufällig auf der Wiese verteilen und genau dort, wo sie sich befinden eine weiße Rose mit oder nur einen Zettel mit den Namen der Opfer niederlegen.

Jetzt über Rassismus in der Mitte der Gesellschaft reden

Weiter heißt es im dazugehörigen Informationstext: „Wir wollen ein Zeichen setzen: Der Anteilnahme an die Familien der Opfer. Sie haben ihre geliebten Söhne, Brüder und Ehemänner, ihre Tochter, Schwester und Kollegin verloren.“ Es sei Zeit innezuhalten: 66 Jahre nach Ende des Nazi-Regimes ermordet der menschenverachtende braune Sumpf Menschen. Es sei Zeit aufzuklären: Welche Rolle spielte der Verfassungsschutz? Wie konnte eine rechte Terrorzelle mehr als 10 Jahre lang unentdeckt unschuldige Menschen töten? Es sei Zeit aufzustehen gegen Rassismus: Mölln, Solingen, Hoyerswerda waren weder Anfang noch Ende der rassistischen Menschenjagd unter den Augen des Staates. Und: Es sei Zeit zu reden: Über Rassismus in der Mitte der Gesellschaft, der dafür gesorgt hat, dass sich die Rechtsterroristen als Vertreter der „schweigenden Mehrheit“ legitimiert sahen, diese Taten durchzuführen.

Hier geht es zum Event auf Facebook.

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