Kennedy-Attentat aufgeklärt? Digitale Technologie liefert eindeutige Beweise

Ist nun das Ende aller Verschwörungstheorien rund um den Mord am einstigen US-Präsidenten John F. Kennedy eingeläutet? Eine neue digitale Technologie soll den Beweis geliefert haben: Lee Harvey Oswald handelte allein.

Die schreckliche Tat vor fast 50 Jahren dauerte nur wenige Sekunden. Doch die Ermordung von John F. Kennedy löste eine jahrzehntelange und nicht immer befriedigende Suche nach seinem wahren Mörder aus. Am 22. November nähert sich der Jahrestag des Attentats von Dallas bereits zum 48. Mal. Was 1963 an technischen Möglichkeiten noch nicht zur Verfügung stand, machten sich nun eine Gruppe von Historikern und pensionierten Beamten des Secret Services zu nutze, um zu belegen, dass der als Mörder Kennedys geltende Lee Harvey Oswald tatsächlich allein gehandelt habe. Das berichtet die „Daily Mail“.

Film von Robert Hughes zeigt Person im Fenster

Unter der Federführung des Journalisten und Historikers Max Holland wurden eine Reihe von Amateur-Filmaufnahmen vom 22. November 1963 digitalisiert. Gemeinsam mit seinem Team studierte er die berühmten Aufnahmen von Abraham Zapruder. Aber auch eine ganze Reihe von unbekannteren Materialien. Entstanden ist daraus die Dokumentation „JFK: The Lost Bullet“, welche an diesem Sonntagabend um 21 Uhr auch auf NatGeo zu sehen sein wird.  Ziel der Macher ist es, die Sichtweise Zapruders, die sich über die Jahrzehnte in den Köpfen festgesetz habe, zu durchbrechen. Viel interessanter ist für sie der Film von Robert Hughes. Er zeigt eine Figur im sechsten Stock des „Texas School Book Depository“. Eine Person, von der man annimmt, es sei Oswald.

Mehr Zeit für Oswald: Drei Schüsse in elf Sekunden

Oswald war dort Angestellter und konnte von diesem Gebäude aus die gesamte Fahrzeugkolonne überblicken. Schon in den 60ern hatten die Forscher auch herausgefunden, dass er bereits im März 1963 unter dem Pseudonym A. Hidell eine 6.5mm Carcano Modell 91/38 bei einem Versandhandel bestellt hatte. Es besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass JFK mit dieser Waffe getötet wurde. „Unser Fazit lautet, dass er drei Schüsse innerhalb von elf Sekunden abgefeuert hat“, so Holland. Bisher sei man davon ausgegangen, dass es drei Schüsse in sechs Sekunden gegeben habe. Die neue Theorie, so der Historiker weiter sei viel plausibler und die Umsetzung in dieser Zeit für jemanden mit Oswalds Geschick auch naheliegender.

Präsident John F. Kennedy wurde erschossen als er innerhalb einer Kolonne mit einem offenen Wagen durch die Straßen von Dallas fuhr. Der damalige Gouverneur, John Connally, wurde ebenfalls verwundet. Binnen zwei Stunden wurde Oswald wegen Mordes an einem Polizisten verhaftet. Früh am nächsten Morgen wurde er dann wegen Tötung des Präsidenten angeklagt. Doch bereits am 24. November wurde Oswald vom Nachtclub-Besitzer Jack Ruby auf dem Weg ins Bezirksgefängnis erschossen.

Verschwörungstheorien haben weiter Hochkonjunktur

In den folgenden Jahrzehnten rankten sich immer wieder spektakuläre Verschwörungstheorien rund um das furchtbare Ereignis. Von der amerikanischen Mafia und den KGB, bis hin zu FBI-Direktor J. Edgar Hoover und Vizepräsident Lyndon B. Johnson wurde schon alle der Beteiligung bezichtigt. Laut Holland gibt es bis heute lediglich noch eine Sache, die nicht veröffentlicht und untersucht wurde: Oswalds Steuererklärungen.

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