Festgenommen: Attentäter plante Terror-Anschläge in New York

In New York ist am Samstag ein 27-jähriger Mann festgenommen worden, der mit Rohrbomben Terroranschläge auf Postämter, Polizisten sowie auf Irak- und Afghanistan-Heimkehrer geplant haben soll. Der Mann sei zwar vom Terrornetzwerk al-Qaida beeinflusst worden, heißt es, habe jedoch auf eigene Faust gehandelt.

Der US-Bürger mit dem Namen Jose Pimentel, der aus der Dominikanischen Republik stammt, sei ein Sympathisant des Terrornetzwerks al-Qaida, heißt es von Seiten der US-Behörden. Gleichzeitig wird er als „lone wolf“ bezeichnet, es handelt sich demnach wohl um einen Einzeltäter, wie der Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, am Sonntagabend bei einer Pressekonferenz erklärte: „Der Verdächtige war ein sogenannter einsamer Wolf, der sich durch seine eigene Abneigung gegen die Anwesenheit von US-Truppen im Irak und in Afghanistan motivieren ließ. […] Er war nicht Teil einer größeren aus dem Ausland stammenden Verschwörung.“

Anleitungen zum Bomben-Bau aus dem Internet

Der mutmaßliche Terrorist, der die meiste Zeit seines Lebens im New Yorker Stadtteil Manhatten lebte, soll bereits seit 2009 observiert worden sein. „Das ist genau die Art von Gefahr, vor der das FBI immer warnt“, so Bloomberg: „Ein Bürger unseres Landes, der von al-Qaida indoktriniert wurde.“ Anleitungen zum Bau der Rohrbomben habe er im Internet gefunden, das notwendige Material dazu habe er sich im Baumarkt besorgt.

Bloomberg betonte, es habe sich um den 14. vereitelten Anschlag seit den Angriffen vom 11. September 2001 gehandelt. „Wir beauftragen jeden einzelnen Tag 1.000 Polizisten mit Anti-Terror-Aufgaben. Dies ist ein weiterer Fall, in dem sich unsere Vorsicht gelohnt hat“, sagte er.

Der städtische Polizeichef Raymond Kelly fügte hinzu, die Ermittler hatten „schnell handeln“ und den Mann festnehmen müssen, weil der Mann mit dem Bau von drei Rohrbomben begonnen hatte und ein bald bevorstehender Anschlag befürchtet wurde. Zudem erwähnte er, Pimentel sei durch Anwar al-Awlaki inspiriert worden, einem in den USA geborenen al-Qaida-Führer, der vom Jemen aus agierte und Ende September dieses Jahres von einer US-Drohne getötet worden war.

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