SPD-Innenpolitiker: „Döner-Morde“ Unwort des Jahres!

Für Sebastian Edathy, SPD-Bundestagsabgeordneter und Innenexperte, ist der Begriff „Döner-Morde“ das „Unwort des Jahres“ 2011.

Der Jury der jährlich stattfindenden Aktion „Unwort des Jahres“ hat Edathy die Bezeichnung bereits vorgeschlagen. In dem Schreiben argumentiert Edathy: „Diese, in weiten Teilen von Medien und Öffentlichkeit unreflektiert verwendete Wortwahl, bezieht sich auf eine rassistisch motivierte Mordserie. Zugleich werden unsere Mitbürger, die zu Opfern wurden und von denen die wenigsten tatsächlich einen Döner-Imbiss betrieben hatten, mit dieser Wortwahl als ‚fremd‘ stigmatisiert. Der Begriff ‚Döner-Morde‘ ist in jeder Hinsicht falsch. Er ist beleidigend, ausgrenzend und für die Verwendung in einem demokratischen Diskurs unangebracht.“

Bis zum 31. Dezember können alle Bürger Vorschläge einreichen. In den vergangenen drei Jahren waren die Unwörter des Jahres „alternativlos“ (2010), „betriebsratsverseucht“ (2009) und „notleidende Banken“ (2008)

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