BKA: Neun Verdächtige halfen dem Neonazi-Trio

Laut BKA-Präsident Jörg Ziercke werden von der Polizei mittlerweile zwölf Personen verdächtigt, Mitglieder oder Unterstützer der rechtsterroristischen Zwickauer Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) zu sein.

Neben dem bereits bekannten „harten Kern“, den toten Männern Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sowie der in U-Haft sitzenden Beate Zschäpe seien neun weitere Verdächtige aus deren Umfeld im Visier der Ermittlungen, so Ziercke am Montag in Berlin. Gegen vier von diesen neun würde als Beschuldigte konkret ermittelt.

Die neun Personen aus dem Umfeld sollen dem Neonazi-Trio als Fluchthelfer gedient oder Pässe beschafft, sie mit Kontakten oder Geld versorgt, oder auch als Designer oder bei der Stellung einer Unterkunft geholfen haben, so Ziercke.

Bekannt geworden war bereits vor mehreren Tagen der Fall des in Hannover festgenommenen Holger G., der den drei rechtsradikalen Gewalttätern seinen Reisepass und Führerschein zur Verfügung gestellt sowie Wohnmobile angemietet haben soll. Ebenso geriet ein gewisser Matthias D. aus Johanngeorgenstadt in die Schlagzeilen, der die Wohnungen in Zwickau angemietet haben soll, in denen sich die Rechtsterroristen aufhielten.

Ebenfalls aus Johanngeorgenstadt könnte die Person stammen, die beim Design der Bekenner-DVD geholfen hat. Darauf weist nach Berichten der „Zeit“ etwa ein in dem abgebrannten Zwickauer Wohnhaus der Rechtsterroristen gefundener Werbeflyer der Videofilmproduktion des Neonazis André E. hin. Auch seien im ausgebrannten Wohnmobil in Eisenach, in dem Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt Selbstmord begingen, Bahncards von André und Susann E. gefunden worden. Ein gewisser Ralf W., ein bekannter Rechtsextremer in Thüringen, hatte dem Terror-Trio möglicherweise das Fluchtauto gestellt, ein anderer mit Namen André K. versuchte nach „Spiegel“-Informationen offenbar, einen Rückzugsort in Südafrika bereitzustellen.

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