Entgleisung in Österreich: Nazivorwurf gegen Sido

Der deutsche Rapper Sido, der derzeit vor allem in Österreich lebt und arbeitet, hat sich auf Grund einer unbedachten Äußerung den Unmut der Alpenrepublik zugezogen.

Wie das Portal „meedia.de“ berichtet, habe er bei einer Veranstaltung verbal danbeben gegriffen. Seine Feststellung: „Ihr Österreicher habt uns da mal einen rübergeschickt, der uns Ordnung beigebracht hat.“ sorgte sofort für Assoziationen mit Adolf Hitler und auf dem Fuße für Aufregung in der österreichischen Presse.

Äußerung „nicht geglckt und geschmackssicher“

Sido selbst kann den Unmut nicht so ganz nachvollziehen. Über seinen Twitter-Acount lässt er seine Follower wissen: „Die Österreicher diskutieren gerade darüber, ob ich ein Nazi bin!!!?!!! #isdaseuerernst?“ Selbst das ORF springt ihm, das meldet „Promiflash“ zur Seite. Programmdirektor Wolfgang Lorenz versucht die Lage etwas zu beruhigen und erklärt: „Der Satz war ausschließlich ironisch gemeint und ein Versuch, die Stimmung auf der Tanzfläche zu heben. Von der überwiegenden Zahl der Anwesenden wurde diese Ironie auch erkannt und daher mit einem Schmunzeln quittiert.“ Angesichts der überschwenglichen Reaktionen räumt er jedoch ein: „Angesichts der Diskussion, die entstanden ist, kann dies auch als nicht geglückt und geschmackssicher bezeichnet werden.“

Bereits seit Ende 2010 ist Sido für das ORF als Juror in Castingshows tätig. Mit dabei war er zum Beispiel in „Helden von morgen“ oder auch in der Talentshow „Die große Chance“. Die Dokusoap Blockstars – Sido macht Band“ startet am 15. Dezember. Hier will der Rapper Jugendlichen aus sozial schwachen Verhältnissen zu einer Rapgruppe formen.

Deutsche Leser sehen Aussage weitgehend gelassen

Die Leser des Portals „Promiflash“ beurteilen die Äußerung derweil als „halb so wild“. In einer Umfrage auf der Internetseite votierten fast 77 Prozent für „Ist doch nicht so schlimm – die Leute übertreiben mal wieder“. Rund 23 Prozent meinen: „Das geht gar nicht – sowas darf man einfach nicht sagen“. Teilgenommen haben bisher rund 3500 Leser.

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