Olympia-Fieber in London: Die Sicherheitskosten explodieren

“Die Chancen waren noch nie so groß wie heute”, ließ Klaus Schormann, seit 1993 Weltpräsident des Dachverbands aller nationalen Sportverbände (UIPM) und Mitglied der IOC-Kulturkommission, im vergangenen Sommer über eine Kandidatur Istanbuls für die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2020 verlauten. Bevor es soweit ist, blickt die Welt jedoch erst einmal gen London. Dort geht es derzeit zwar zügig voran. Doch Olympia 2012 wird ausgesprochen teuer.

250,000 englische Pfund müssen die Steuerzahler auf der Insel aktuell jeden Tag für Sicherheitsmaßnahmen aufbringen, die die Olympischen Anlagen schützen. Fünf Spielstätten sind wenige Monate vor dem großen Termin schon nahezu fertig. Mit jedem Schritt in Richtung Vollendung steigen jedoch auch die Kosten in Sachen Sicherheit. Derzeit liegen die Kosten etwa dreimal so hoch wie noch vor einem Jahr geschätzt. Das berichtet die „Daily Mail“.

Laut „Sky News“ kostet die Regierung der Schutz der Anlagen allein 2011 rund 35 Millionen Pfund. Allein im vergangenen September waren atemberaubende 7.5 Millionen fällig. Ausgegeben werden die Gelder vor allem für Sicherheitsleute, Einzäunungen und Überwachungs-Aufträge durch entsprechendes Personal.

Fünf Spielstätten sind so gut wie fertig

Doch es gibt auch Positives zu vermelden. Gut 250 Tage vor dem Startschuss der Olympischen Sommerspiele sind die neun Spielstätten ordentlich gediehen. Deutlich ist mittlerweile erkennbar, in welch außergewöhnlichen Arenen die Sportereignisse ausgetragen werden. Das Olympia Stadion, das Zentrum für Wassersport, das Velodrom, die Handball- und Basketball-Arenen sind so gut wie fertig.

Die Arbeiten an Ersterem wurde bereits im vergangenen März so gut wie abgeschlossen. Rund 486 Millionen Pfund hat das Ganze gekostet. Legitim scheint das allemal, gilt die Anlage doch als das Herzstück der Sommerspiele in London. Stattfinden wird dort unter anderem das 100-Meter-Finale der Männer, wo erneut alle Augen auf den Jamaikaner Usain Bolt gerichtet sein werden. Ob er dort seinen Weltrekord über 9.58 Sekunden von 2009 in Berlin brechen wird? Seit Februar sind übrigens auch die Arbeiten am Velodrom abgeschlossen. 6000 Menschen finden darin Platz. Die Baukosten betrugen gut 93 Millionen und damit weniger als eigentlich gedacht.

Istanbul hat 2020 sehr gute Chancen

Doch zurück zu Istanbul: Klaus Schormann schwärmte bereits im vergangenen August über die Destination am Bosporus. Für ihn steht sie da als junge, dynamische und energiegeladene Stadt, deren größte Vorteile in ihrer permanenten Veränderung und Verbesserung bestünden. Dass die Stadt bereits vier Mal das Nachsehen gehabt hätte, sollte derzeit jedenfalls niemanden entmutigen.Und immerhin: Seine größten Probleme, wie etwa den Verkehr, Unterkünfte und Sicherheit hat Istanbul schon gelöst.

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