Plagiatsaffäre: Guttenberg kommt für 20.000 Euro davon

Erst vor wenigen Tagen gab er - sichtlich äußerlich verändert - auf einer Sicherheitskonferenz im kanadischen Halifax seinen "Einstand". Jetzt ist Karl-Theodor zu Guttenberg erneut in den Schlagzeilen: Gegen eine Strafzahlung in Höhe von 20.000 Euro wurden die Ermittlungen im Plagiats-Verfahren eingestellt.

Der 1. März 2011 ist noch allzu gut in Erinnerung: Um kurz nach 11.15 Uhr war Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg von allen Ämtern zurückgetreten. Als Gründe nannte er damals nicht nur die Plagiats-Affäre, sondern auch die mangelnde Fähigkeit eigenen Ansprüchen zu genügen. Monate später dann die Flucht in die USA. Neue Umgebung, neuer Job – das alte Leben war weit weg.

Wirtschaftlicher Schaden durch Doktorarbeit nur „marginal“

Jetzt kann der einstige Verteidigungsminister wieder ein Stück abschließen. Oberstaatsanwalt Reiner Laib teilte mit, dass das Pagiats-Verfahren gegen Karl-Theodor zu Guttenberg gegen die Zahlung einer Geldstrafe eingestellt werde. Der Franke hat, wie der „BR“ berichtet, bereits 20.000 Euro an die Deutsche Kinderkrebshilfe überwiesen. Grundlage hierfür ist Paragraf 153 der Strafprozessordnung.

Wie die Staatsanwaltschaft erklärt, seien in der Doktorarbeit des CSU-Politikers „23 Passagen strafrechtlich relevante Urheberrechtsverstöße“ gefunden worden. Für die Urheber sei der wirtschaftliche Schaden allerdings „marginal“. Ihr lagen insgesamt 199 Strafanzeigen vor, davon war allerdings nur eine Anzeige von einer direkt betroffenen Autorin. Guttenberg selbst habe aus der Arbeit keine wirtschaftlichen Vorteile gezogen.

Karl-Theodor zu Guttenberg ist somit nicht vorbestraft. Mit dem Beschluss der Staatsanwaltschaft Hof gilt als unschuldig.

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