Baby von einem Kurden: Türke tritt auf schwangere Schwester ein

Weil die 35-jährige Serap Y. von einem Kurden schwanger war, sollte ihr Baby in der 34. Schwangerschaftswoche sterben. Ihr 38-jähriger Bruder Ibrahim Y. malträtierte sie auf das Übelste. Jetzt landete der Fall vor Gericht.

Der Fall, der seit diesem Mittwoch vor dem Amtsgericht Harburg verhandelt wird, lässt erschauern. Ibrahim Y. ist wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Er wollte das ungeborene Baby seiner Schwester Serap Y. am 14. Oktober dieses Jahres töten.

Schwangere sollte sich aus dem Fenster stürzen

„Das Baby muss sterben“, zitiert die „Hamburger Morgenpost“, was der 38-Jährige zu seinem Opfer gesagt haben soll. In der Harburger Wohnung der jungen Frau spielten sich darauf hin grauenvolle Szenen ab. Er zwang sie Tabletten zu schlucken, schlug und trat auf die Schwangere ein, stellte sich sogar auf ihren Bauch. Und es kam noch schlimmer. Gegenüber der Polizei sagt Serap später aus: „Er sagte, ich solle aus dem Fenster springen, dann würde ich mir nur etwas brechen, aber das Baby wäre tot. (…) er  sagte auch, ich solle mich die Treppe herunterstürzen.“ Alle Fluchtversuche waren zwecklos.

Sechs Wochen später sollte das Baby, von dem auch die Schwägerin erst wenige Tage zuvor erfahren hatte, zur Welt kommen. Doch für den Bruder war der Fall klar. Seine Schwester hat „Familienehre kaputt gemacht“. Denn der Vater des Ungeborenen ist nicht nur Kurde, sondern verbüßt derzeit auch noch eine Haftstrafe wegen eines Drogendeliktes. Eine Zeugin bestätigt die Einstellung der Familie vor Gericht: „Wir sind Türken, der ist Kurde, das gehört sich bei uns nicht.“

Täter entschuldigt sich bei seinem Opfer

Das Baby, ein Mädchen, hat die brutalen Attacken durch seinen Onkel überlebt. Es kam wenige Wochen später völlig gesund zur Welt. Serap selbst wollte nicht aussagen. Ihr Bruder, so ließ sie über ihre Anwältin mitteilen, sei ebenfalls Familienvater und sollte nicht ins Gefängnis kommen. Gegenüber seiner Schwester hat er sich öffentlich entschuldigt. Das Urteil ist noch nicht bekannt.

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