Türkei warnt Pilger: Reist nicht durch Syrien!

Das türkische Außenministerium hat seine Staatsbürger am Mittwoch davor gewarnt, auf dem Rückweg von ihrer Pilgerreise nach Saudi-Arabien den Weg durch Syrien zu nehmen. Die Mahnung steht in direktem Zusammenhang mit der Attacke auf türkische Pilger am vergangenen Montag.

In der Erklärung des Ministeriums heißt es, dass, obwohl die türkischen Pilger bereits frühere Flüge nach Hause nehmen sollten, gibt es einige Staatsbürger, die in Saudi-Arabien an den muslimischen Eid al-Adha-Feierlichkeiten teilgenommen haben und jetzt die Heimreise per Bus antreten wollen. Jetzt fordert das Außenministerium seine Landsleute noch einmal dringend dazu auf, wenn möglich mit dem Flugzeug zu reisen. Falls es allerdings gar nicht anders gehen sollte, so raten die Behörden, nur bei Tag zu fahren.

Türkische Pilger in Syrien überfallen

In den letzten Tagen haben sich die Spannungen zwischen der Türkei und seinem Nachbarn Syrien noch einmal deutlich verstärkt. Zuletzt wurden am vergangenen Montag drei Busse mit türkischen Pilgern an einem Checkpoint nahe der syrischen Rebellenhochburg Homs angegriffen. Dort starben erst am Sonntag durch die Hände von Assads Sicherheitsleuten erneut neun Menschen. Bei der Attacke auf den Bus, so heißt es von offizieller Seite, seien zwei Menschen verletzt worden. Einer schwebte am Montag in Lebensgefahr.

Attacken auf diplomatische Missionen der Türkei

Das türkische Außenministerium spricht jetzt nicht die erste Reisewarnung dieser Art aus. Erst in der letzten Woche bat man seine Bürger auf Grund der anhaltenden Unruhen und den damit einhergehenden Schwierigkeiten die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten nur nach Syrien zu reisen, falls es unbedingt nötig sei. Denjenigen, die sich bereits dort aufhalten, schärfte die Behörde ein, sich äußerst vorsichtig zu verhalten und mit den türkischen Stellen in Kontakt zu bleiben, nachdem Regimetreue zuletzt auch diplomatische Missionen der Türkei in Syrien angegriffen hatten.

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