Bushido und Sido: Sie wollen Bambi von Heino

Heino war entsetzt: Der Skandal-Rapper Bushido hat trotz menschenverachtender Texte einen Bambi für Integration bekommen. Der bekannte Volksmusikstar machte kurzen Prozess, gab seine Auszeichnung zurück. Diese wollen jetzt Bushido und Kumpel Sido haben.

Erst vor zwei Wochen hat Heino sein kleines goldenes Reh an den Burda-Verlag zurückgegeben. In einer Reihe mit Bushido wollte der 72-Jährige nicht stehen. Der Verlag kündigte an, den Bambi nun für einen guten Zweck versteigern zu wollen. Anfang nächster Woche soll klar sein, was genau mit dem Preis vonstatten gehen soll. Haben der 33-jährige Rapper und sein Kumpan Sido nur darauf gewartet? „Wir holen uns Heinos Bambi“, lassen die beiden nun laut „Bild“ verlauten.

„Ich hoffe, dass ich seinen Bambi ersteigern kann. Ich biete nämlich mit!“, erklärt Bushido freimütig in einer Schweizer Zeitung. Und Sido stimmt in die Provokation mit ein. „Ich will auch so ein Teil zu Hause!“

Auktionsgeld soll in Integrations-Projekt fließen

Volksmusikstar Heino lässt sich von derlei Ankündigungen allerdings nicht irritieren. Er spielt den Ball an die beiden Musiker zurück: Wenn Bushido meinen Bambi ersteigere, dann solle er seinen gefälligst auch zur Versteigerung freigeben, so die Meinung des „Schwarzbraun ist die Haselnuss“-Interpreten. Er habe doch selbst gesagt, dass er sich nicht sicher sei, ob er ihn verdient habe. Wenn es nach Heino geht, dann hat der ganze Zwist allerdings  auch eine gute Seite: „Hauptsache, er legt mal richtig Kohle auf den Tisch. So großspurig, wie er immer auftritt, kann er das mal machen und den Betrag tüchtig aufrunden. Denn die Summe soll ja in ein Integrations-Projekt fließen.“

Heino und Peter Plate sind entsetzt

Gegenüber „Bild“ hatte Heino am 12. November erklärt: „Ich bin zutiefst empört, dass man einem gewalttätigen Kriminellen wie Bushido den Bambi verleiht. Mit diesem Mann möchte ich nicht auf eine Stufe gestellt werden. (…) „Ich bin oft beschimpft und unberechtigt in die rechte Ecke gestellt worden, weil ich deutsche Volkslieder singe, die ein Teil unseres Kulturgutes sind. Und dieser Kerl, der offen menschenverachtende Lieder singt, bekommt auch noch einen Preis? Wo leben wir denn eigentlich?“ Ins gleich Horn bließ zuvor Peter Plate von Rosenstolz. Er nutzte seine Bambi-Dankesrede, um die Bushido-Ehrung zu kritisieren. “Es ist sehr wichtig, dass wir uns Chancen geben. Aber jemanden, der frauenfeindliche, menschenverachtende Texte gesungen hat, so einen Musiker auszuzeichnen, finde ich nicht korrekt.“

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