Selbstmordversuch: Babak Rafati hat Depressionen

Der Schock für die deutsche Fußballwelt war gigantisch: Der umstrittene Referee Babak Rafati hat am vergangenen Samstag einen Selbstmordversuch unternommen. Schnell kam es zu Spekulationen. Die Frage nach dem "Warum?" war omnipräsent. Jetzt ist klar: Der Deutsch-Iraner war depressiv.

Es soll der große Leistungsdruck und die ständige Angst davor gewesen sein, einen Fehler zu begehen, die den 41-jährigen am letzten Wochenende in einem Kölner Hotel zu einer Verzweiflungstat trieben. Nicht ganz eine Woche, nachdem er sich die Pulsadern öffnete, hat Babak Rafati jetzt eine Erklärung abgeben lassen. Darin wird nun mit allen Spekulationen aufgeräumt. Der Bundesliga-Schiedsrichter leidet an Depressionen.

Über seine Krankheit informiert wurde die Öffentlichkeit an diesem Freitag über seinen Anwalt Sven Menke. Demnach habe der Schiri, der sich aktuell in stationärer psychologischer Behandlung befindet, bereits vor anderthalb Jahren die ersten Symptome einer Depression an sich festgestellt. Jetzt wurde das auch ärztlich bestätigt: „Von den behandelnden Ärzten wurde bei Herrn Rafati in den vergangenen Tagen eine Depressionserkrankung diagnostiziert“, so Menke.

Babak Rafati will wieder als Schiedsrichter arbeiten

Die fatale Kombination aus Leistungs- und medialem Druck, der mit permanenter Angst vor Fehlern verbunden war, führte schließlich zu einer „(…) Belastung, die irgendwann selbst Alltagsprobleme unlösbar erscheinen ließ und der er sich am Ende nicht mehr gewachsen fühlte.“ Wie lange die Behandlung von Babak Rafati dauern wird, ist derzeit unklar. Ziel sei jedoch nicht nur die Rückkehr in ein normales Leben, sondern auch eine Weiterführung seiner Tätigkeit als Referee.

Spekulationen darüber, dass der Selbstmordversuch auf private Gründe zurück zu führen sei, trat der Anwalt entschieden entgegen: „In Teilen der Öffentlichkeit ist aufgrund verschiedener Spekulationen der Eindruck entstanden, dass private Gründe bzw. familiäre Probleme die Ursache für den Suizidversuch von Babak Rafati gewesen sein könnten. Es ist ein dringendes Anliegen von Herrn Rafati, diesen falschen Eindruck zu korrigieren.“

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