Syrien: Nationalrat befürchtet Massaker trotz Sanktionen

Das Ultimatum der Arabischen Liga hat nichts bewirkt. Assad will trotz allem keine Beobachter im Land. Nun drohen seinem Regime Sanktionen. Der Nationalrat befürchtet ein Massaker in der syrischen Stadt Homs.

Am Wochenende wird die Arabische Liga das weitere Vorgehen gegen Syrien besprechen. Auch nach mehrmaliger Aufforderung wollte Syrien nicht die Einreise von 500 Beobachtern, die das Vorgehen des Militärs bewerten sollten, tolerieren. Die wirtschaftlichen Beziehungen sollen nun komplett eingefroren werden. Finanzexperten glauben allerdings, die Isolation Syriens sei nur sehr schwer zu verwirklichen. Das berichten türkische Medien. Es sei zu befürchten, dass die syrische Regierung Unterstützung von der libanesischen Hisbollah erhalte. Über die Grenze zum Irak könne Damaskus ebenfalls Hilfe bekommen und sogar aus Russland könnten über den Seeweg Lieferungen ins Land gelangen.

Der syrische Nationalrat mit Hauptsitz in der Türkei äußerte weitere Befürchtungen. Um die Stadt Homs werde ein Graben zur Belagerung gebaut, so Ratsmitglied Halit Hoca. Bisher sei der Graben zehn Kilometer lang, fünf Meter breit und 1,5 Meter tief. Die 1,5 Millioenen Einwohner der Stadt hätten bereits Probleme mit der Stromversorgung und die Lebensmittel würden langsam knapp. „Wir befürchten ein Massaker in Homs“, sagt Hoca.

Derweil nehmen die Berichte über neue Opfer in Syrien kein Ende. Am Freitag wurden nach Angaben türkischer Medienberichte bei Protesten 26 Menschen, darunter zwei Kinder, getötet. Der UN-Ausschuss gegen Folter erklärte am Freitag, in Syrien würden Kinder inhaftiert und misshandelt.

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