Südsee-Mord: Mutmaßlicher Kannibale stellt sich

Es war die Reise ihres Lebens: Jahrelang waren Heike Dorsch und ihr Lebensgefährte Stefan Ramin mit einem Katamaran unterwegs. Dann der Schock: Ramin wird auf der Südsee-Insel Nuku Hiva ermordet. Dorsch entkommt nur knapp. Jetzt hat sich der mutmaßliche Mörder der Polizei gestellt.

Als die Nachricht vom Verschwinden eines Deutschen in der Südsee nach Europa dringt, war der Verdacht sofort da: Hier muss es sich um einen Kannibalen gehandelt haben. Stefan Ramin war wie vom Erdboden verschluckt. Später wurden an einer Feuerstelle auf der Insel Nuku Hiva nur noch seine verbrannten Überreste gefunden. Was ist passiert?

Es war kein Kannibalismus, sondern Raubmord

Heike Dorsch, die mittlerweile wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist, hat nur diese eine, quälende Frage. Über viele Wochen hatte das Paar intensiv am Leben der Inselbewohner teilgenommen. Sie waren froh, einen Ort gefunden zu haben, an dem sie nicht so sehr auf ihre Wertsachen achten mussten. Mit einer solchen Tragödie, die sich mitten unter den freundlichen Insulanern ereignen sollte, hatte niemand gerechnet. Sie ist sich jedoch sicher: Mit Kannibalismus hatte das nichts zu tun. Das war ein Raubmord!

Stefan Ramin beim Ziegenjagen verschwunden

Vor gut zwei Monaten lernten sie auf der Insel den Einheimischen Henri Haiti kennen. Gemeinsam mit ihm wollte der abenteuerlustige Ramin zum Ziegenjagen – er kam nie wieder zurück. Jetzt hat sich der mutmaßliche Mörder der Polizei gestellt. Angeblich hat sein eigener Vater die Polizei informiert. „Hass habe ich keinen, aber ich möchte wissen, was da passiert ist“, reagiert Heike Dorsch im Gespräch mit „Stern“ auf diese Nachricht. Auch eine Gegenüberstellung fürchte sie nicht.

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