Moody’s: Rating der Türkei wird möglicherweise upgegradet

Der jährliche Bericht der Ratingagentur Moody's bescheinigt der Türkei einen positiven Ausblick, wenn die Regierung Defizite ausgleichen könne. Die Türkei wurde auf "Ba2" eingestuft.

Moody’s betonte, dass die wichtigste Herausforderung der Türkei derzeit das Leistungsbilanzdefizit (CAD) und ihre Finanzierung sei, obwohl die wirtschaftlichen Reformen der Regierung die Finanzkraft des Landes schon gestärkt hätten. Trotz der EU-Finanzkrise sei die Wirtschaftsstärke der Türkei jedoch relativ stabil geblieben.

Die Regierung kündigte bereits an kurz- und mittelfristige Maßnahmen zu ergreifen, um das Ungleichgewicht zu beseitigen. Moody’s erklärte, es könne eine Upgrade des Ratings geben, wenn die Türkei die Defizite ausgleichen könne.

Seit einigen Monaten schwächelt die Türkische Lira massiv. Dem Rekordtief des Sommers begegnete die Türkische Zentralbank mit weiteren Stärkungsmaßnahmen der eigenen Währung. Durch Dollarverkäufe sollte die Abwertung der Lira gestoppt werden. Doch spätestens im Herbst, als die Lira ein erneutes Rekordtief erreichte, warnten die internationalen Ökonomen, die Strategie sei zu kurzfristig gedacht. Zudem zogen sich immer mehr Investoren aus den türkischen Werten zurück. Doch statt zurück zu rudern kündigte die Zentralbank an, 1,35 Milliarden US-Dollar zu veräußern – weitaus mehr als das im Durchschnitt bisher der Fall war – und lockerte außerdem die Regelungen für Wechselkursreserven.

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