Bettgeflüster? Erdoğan und seine Frau illegal aufgenommen

Peinlicher Zwischenfall in der türkischen Spitzenpolitik: Wie der türkische EU-Minister Egemen Bağış mitteilt, sollen Premierminister Recep Tayyip Erdoğan und seine Gattin heimlich in ihrem Schlafzimmer abgehört worden sein. Auch er selbst wurde Opfer.

„Unglücklicherweise wurden private Gespräche des Premierministers, die er mit seiner Gemahlin im heimischen Schlafzimmer führte, aufgezeichnet“, wird Egemen Bağış derzeit von türkischen Medien zitiert. „Das ist keine einfache Angelegenheit mehr, die noch als Pressefreiheit bezeichnet werden könnte“, betonte der Politiker am vergangenen Mittwoch bei einem Treffen des „European Union Press Club“ in Brüssel.

Bezug nehmend auf die andauernde Kritik über die Inhaftierung türkischer Journalisten, erklärte der Politiker erneut, dass in der Türkei niemand wegen seiner journalistischen Aktivitäten eingesperrt sei. Diejenigen, die gerade in den Gefängnissen säßen, seien dort, weil sie Beziehungen zu illegalen Gruppierungen oder solchen unterhalten würden, die die Regierung mit illegalen Mitteln stürzen wollten.

Bağış dementiert Inhaftierung von kritischen Journalisten

„Personen, die viel mehr gegen die türkische Regierung haben als die, die vermeintlich wegen ihrer oppositionellen Haltung gegenüber der Regierung eingesperrt sind, haben derzeit einen guten Stand: Sie schreiben, sie haben Kolumnen, sie sind im TV anzutreffen. Sie haben nichts zu klagen“, so Bağış weiter.

Der EU-Politiker berichtet weiter, dass er zum Büro der Staatsanwaltschaft gebeten worden sei. Dort seien ihm geheime Telefon-Aufzeichnungen von ihm mit seinen Freunden präsentiert worden. Er ist sich sicher, diese Dinge hängen mit Gruppen oder Organisationen zusammen, die die demokratisch gewählte Regierung zu stürze beabsichtigen. Was der Premierminister mit seiner Gattin besprochen haben könnte, darüber ist nichts weiter bekannt.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.