Ausnahmezustand in Koblenz: Evakuierung nach Bombenfund

Bei der größten Evakuierungsaktion wegen eines Bombenfundes nach 1945 wurden am Sonntag in Koblenz etwa 45.000 Menschen aus der Gefahrenzone gebracht. Am Nachmittag beginnen Experten mit der Entschärfung.

Die lange Trockenperiode der vergangenen Wochen hatte den Pegel des Rheins soweit absinken lassen, dass eine riesige 1,8 Tonnen schwere US-Fliegerbombe im Flussbett aufgetaucht war. Nach ersten Sicherungsmaßnahmen entdeckte man eine weitere kleinere Bombe in der Nähe. Am Sonntagnachmittag sollen die Luftminen aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Vorher werden pflegebedürftige Menschen, Personen aus Altersheimen sowie einige Krankenhausbewohner, die in der Sperrzone rund um die Fliegerbombe leben, vorübergehend in andere Gebiete gebracht.

Nach 9.00 Uhr am Sonntag darf sich kein Bewohner mehr in der Sperrzone der drittgrößten Stadt von Rheinland-Pfalz aufhalten. Sollten für einige der Evakuierten keine Möglichkeiten zur Verfügung stehen, vorübergehend bei Verwandten oder Bekannten unterzukommen, können sie Betreuungsstellen in Schulen nutzen, die extra dafür eingerichtet wurden.

Damit die Bombe entschärft werden kann, wurde die Fundstelle mit Sandsäcken umringt. Daraus soll das Wasser abgepumpt werden, bevor die Experten gegen 15.00 Uhr mit ihrer Arbeit beginnen. Am Koblenzer Hauptbahnhof halten am Sonntag von 8.00 Uhr morgens keine Züge mehr. Der Verkehr wird so umgeleitet, dass man auch mit dem Auto nicht in die Stadt gelangt.

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