Spielmanipulationen: Fenerbahçe-Präsident drohen 114 Jahre Haft

Gegen Fenerbahçe-Präsident Aziz Yildirim sowie einige andere Club-Offizielle und Spieler ist wegen der Verwicklung in den Manipulationskandal im türkischen Fußball am Samstag formale Anklage erhoben worden.

Yildirim hat bislang jegliches Fehlverhalten bestritten. Doch wenn es hart auf hart kommt, könnte er laut türkischen Medienberichten zu einer Gefängnisstrafe von insgesamt 114 Jahren verurteilt werden. Vorgeworfen werden ihm die Gründung einer kriminellen Vereinigung, Betrug und Spielmanipulationen. Fenerbahçe, Meister der türkischen Süper Lig, war aufgrund des Verdachts 19 manipulierter Spiele von der Champions League in dieser Saison ausgeschlossen worden. Dem Verein drohen auch die Aberkennung des Meistertitels sowie der mögliche Abstieg.

Einer der Hauptangeklagten im türkischen Fußball-Manipulationsskandal: Fenerbahçe-Präsident Aziz Yildirim. (Foto: DTN)

Einer der Hauptangeklagten im türkischen Fußball-Manipulationsskandal: Fenerbahçe-Präsident Aziz Yildirim. (Foto: DTN)

Yıldırım und 30 andere, darunter auch Olgun Peker, der ehemalige Präsident Giresunspor, bleiben vorerst in Haft. Wann sie vor Gericht gestellt werden, sei nicht klar. Insgesamt sind 93 Personen angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft konzentriert sich die Untersuchung der Beamten auf acht Clubs, darunter auch Trabzonspor und Beşiktaş.

Auch 14 Spieler stehen unter Verdacht. Zu ihnen zählt der ehemalige Fenerbahçe-Stürmer Emmanuel Emenike aus Nigeria. Emenike hatte bereits in diesem Jahr im Gefängnis gesessen, war dann aber im Juli ohne Anklage freigelassen worden. Danach verließ er die Türkei und unterzeichnete bei Spartak Moskau. Am Freitag hatte der türkische Präsident Abdullah Gül bezüglich der Reduzierung von Haftstrafen für Spielmanipulationen sein Veto eingelegt. Das Gericht in Istanbul hat nun 15 Tage Zeit, das Verfahren zu eröffnen.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.