„Islamistischer Terrorist“: Davutoğlu rügt Friedrich für Wortwahl

Die richtige Wortwahl ist wichtig, wenn die Beziehungen gut sein sollen. Gerade bei heiklen Themen: Dass das nicht immer klappt, zeigt sich jetzt auf ein Neues. Während seines fünf Tägigen Besuchs in Deutschland, kritisiert der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu den deutschen Innenminister Hans-Peter Friedrich.

Friedrich hatte bei einem Treffen am Freitag den Ausdruck „islamistischer Terrorist“ gebraucht. Friedrich hatte gesagt, seine Regierung bekämpfe jede Art des Terrorismus`, so auch den rassistische und islamistische Terroristen. Daraufhin unterbrach ihn Davutoğlu:

„Eine Minute bitte, ich habe nie den Ausdruck „christlicher Terrorist“ benutzt, obwohl die Mörder aus der Neo-Nazi Scene Christen waren. Sie können den Ausdruck „islamistischer Terrorist“ nicht benutzen. Haben wir jemals gesagt „deutsche Rassisten“, um die Mörder der Migranten zu bezeichnen?“ Er fuhr fort, man könne die Mordtat als rassistische Tötung und Taten einer Neo-Nazi-Organisation definieren, aber die Mörder nicht als christliche Terroristen bezeichnen.

Der deutsche Innenminister sagte, man könne den Begriff Islamistisch Terrorismus benutzen, um Gruppen wie al-Kaida zu bezeichnen. Davutoğlus Antwort: „Ja, wir können al-Kaida oder die Bader-Meinhof als terroristische Organisationen bezeichnen, aber wir können dabei nicht den Terminus Islamisten oder Christliche Terroristen benutzen“.

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