Türkei und Deutschland: „Wir unterstützen Afghanistan auch nach 2014“

Die Außenminister der beiden Länder sind sich einig: Afghanistan alleine zu lassen, nachdem die Truppen weg sind, ist gefährlich für die Region. Afghanistan sagt, es brauche noch mindestens zehn Jahre lang Hilfe.

Die Türkei und Deutschland sagte zu, Afghanistan auch nach dem Abzug der NATO-Truppen im Jahr 2014. Beide Länder haben zurzeit eine große Anzahl an Truppen in dem Land.

Zu der Einigung kam es zwischen dem türkischen Außenminister Davutoğlu und seinem deutschen Kollegen Guido Westerwelle während der internationalen Afghanistan-Konferenz in Bonn am Montag. Beide Länder sagten zu, Afghanistan in allen Bereichen zu unterstützen. Beide Minister waren sich einig, dass ein Rückzug aus Afghanistan ohne Hilfestellung für Instabilität in Zentral-Asien führen kann und die Region in einen „Feuerball“ verwandelt. Auch nach Einschätzungen der NATO ist es gefährlich, die finanzielle Hilfe abzuschneiden, nachdem die Truppen das Land verlassen haben.

Es besteht die Gefahr, dass sich Afghanistan in einem schlimmeren Bürgerkrieg wiederfindet und dass die Taliban wieder die Macht ergreifen, nachdem die NATO-Truppen das Land verlassen haben. In seiner Eröffnungsrede rief Westerwelle die internationale Gemeinschaft auf, „sich weiterhin in Afghanistan zu engagieren, auch nachdem die Truppen das Land verlassen haben“ zitiert Zaman den deutschen Außenminister.

Er fuhr fort: „Wir werden Afghanistan nach 2014 nicht vergessen. Unser Engagement wird fortführen. Aber es wird anders sein. Es wird sich mehr auf die Rekonstruktion und die Entwicklung konzentrieren.“ Die Bonn-Konferenz läge die Grundlage für ein neues Verhältnis zwischen einem vollständig souveränen Afghanistan und der internationalen Gemeinschaft, so der Außenminister. Afghanistan brauche die internationale Unterstützung für viele Jahre auch nach 2014.

Nach Westerwelle basiert das Langzeit-Engagement der internationalen Gemeinschaft auf drei Säulen: Aufbau der Zivilgesellschaft, Unterstützung der afghanischen nationalen Sicherheitskräfte und Hilfe bei dem Nutzen des wirtschaftlichen Potential des Landes zum Nutzen der Bevölkerung.

Davutoğlu fügte dem hinzu: „Das Engagement der Türkei ist ein langfristiges. Wir werden unseren afghanischen Brüdern und Schwestern so lange beistehen, wie sie wünschen“. Davutoğlu betonte, dass die politische Versöhnung wichtig sei für die Zukunft Afghanistans. „Wir glauben fest daran, dass eine lang anhaltender Frieden und Stabilität in Afghanistan nur durch die Einheit und Versöhnung innerhalb der afghanischen Bevölkerung ist.“

Der afghanische Präsident Hamid Karzai betonte, sein Land brauche internationale Geldgeber, es benötige fünf Milliarden US Dollar. „Eure kontinuierliche Solidarität, euer Engagement und eure Unterstützung ist entscheidend. Wir werden diese Unterstützung noch mindestens zehn Jahre benötigen.“

Auch UN Generalsekretär Ban Ki-moon sagte, dass die UN ein guter Partner für Afghanistan sei.

Zurzeit ist Afghanistan von ausländischer Hilfe abhängig. Es befinden sich ca. 130.000 internationale Truppen in dem Land. Afghanistan möchte die Sicherheit, dass Geldgeber helfen werden, auch nachdem die Truppen das Land verlassen haben.

 

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