Anschläge auf Türken: Rechtsextreme Gewalt auch in London?

In London kam es in den vergangenen Wochen vermehrt zu Anschlägen auf türkische Einrichtungen. Wer hinter den Übergriffen steckt ist noch nicht geklärt. Vermutet werden Rechtsradikale oder PKK-Anhänger.

Während Deutschland damit beschäftigt ist, zu untersuchen, wer an den rechtsextrem motivierten Morden des NSU beteiligt ist, häufen sich auch in anderen europäischen Städten Übergriffe. In London kam es zu mehreren Angriffen auf türkische Einrichtungen.

Am Freitag wurde die Londoner Milli Görüs Zentrale von bisher Unbekannten mit Molotowcocktails in Brand gesetzt. Es wurde niemand verletzt. Vertreter der Zentrale äußerten die Vermutung, der Grund für den Übergriff könne die wachsende Islamfeindlichkeit in Europa sein.

Britische Polizei erhöht Druck auf Terrororganisation

Die türkische Fatih-Moschee, im Stadtbezirk Haringey, in dem viele Migranten leben und der Sitz einer türkischen Zeitung wurden ebenfalls Ziel von Brandbomben. Vor der Valide Sultan Moschee hielten Polizisten die Nacht auf Montag Wache, nachdem die Moschee eine Anschlagsdrohung erhalten hatte.

Über die Hintergründe gibt es unterschiedliche Vermutungen. Hinter den Anschlägen werden Anhänger der rechtsradikalen English Defence League (EDL) oder die PKK vermutet. Die britische Polizei hatte den Druck auf die kurdische Terrororganisation in London erhöht.

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