Libysche Gruppe besetzt Konsulat in Istanbul

Seit Anfang Oktober kommen verwundete libysche Oppositionelle in die Türkei, um sich medizinisch versorgen zu lassen. Von ihrem Land fühlen sie sich allein gelassen. In Ankara und Istanbul verlangten sie am Dienstag endlich Unterstützung.

Eine Gruppe von Libyern besetzte am Dienstag das Konsulat ihres Landes in Istanbul. Die Libyer waren in die Türkei gekommen, um sich medizinisch versorgen zu lassen. Es handelt sich bei ihnen um libysche Oppostionelle, die bei Gefechten mit Regime-Anhängern verletzt wurden. Anfang Oktober hatte die Türkei angeboten, ihre medizinische Behandlung zu übernehmen. Sie hätten keine finanziellen Mittel mehr und bekämen keine Unterstützung der libyschen Botschaft. Aus diesem Grund versuchten sie, in das Gebäude einzudringen, berichtet die Zeitung „Milliyet“.

In Ankara spielten sich ähnliche Bilder ab. Hier versuchte eine Gruppe in die libysche Botschaft einzudringen. Sie warfen Libyen vor, sich nicht um die Bürger ihres Landes zu kümmern. Die Polizei ging mit Pfefferspray gegen sie vor. Mitarbeiter der Botschaft erklärten sich nach Angaben türkischer Medienberichte später dazu bereit, sich mit drei der betroffenen Libyer zu treffen.

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