Anschlag: Engländer wollte Moscheen vernichten

In Großbritannien stehen zwei Männer vor Gericht, die 2010 einen Brandanschlag auf eine Moschee verübt haben sollen. Der Staatsanwalt führte Facebook-Postings einer der Männer an, um seine islamfeindliche Gesinnung zu unterstreichen.

Der Ex-Soldat Simon Beech steht in Großbritannien vor Gericht. Ihm wird vorgworfen, einen Brandanschlag auf eine Moschee in Stoke-on-Trent verübt zu haben. Der 29-jährige Garreth Foster soll ihm dabei geholfen haben. Obwohl, die sich die Gemeinde im Gebäude beim Gebet befand, wurde beim Anschlag im Dezember 2010 niemand verletzt. Es entstand ein Schaden über 50.000 Pfund. Die beiden Männer weisen die Tat entschieden von sich.

Bei den Ermittlungen habe die Polizei herausgefunden, dass Beech Foster eine Nachricht schickte, in der er ihn fragte, ob dieser bereit sei, eine Explosion zu verursachen. Außer weiteren Beweisen am Tatort legte der Staatsanwalt Facebook-Nachrichten vor. Hier werde deutlich, wie feindlich Beech gegenüber Muslimen eingestellt sei. „Wir müssen die Dinge endlich selbst in die Hand nehmen. Es ist Zeit, sie auszusieben“ oder „Lasst uns sie ausbrennen“, schrieb Beech im Internet. Er habe schnell andere gefunden, sie seine Meinung teilten. So stimmte er einem Facebook-User zu, der schrieb: „Vernichtet alle Moscheen“.

In den vergangenen Wochen waren Londoner Moscheen Ziel von Angriffen. Die türkische Fatih-Moschee, im Stadtbezirk Haringey, wurde mit Molotowcocktails in Brand gesetzt. Die Valide Sultan Moschee erhielt am Sonntag eine Anschlagsdrohung. Polizisten hielten hier in der Nacht auf Montag Wache. Allerdings werden in diesen Fällen nicht nur Rechtsextreme beschuldigt. Es könne sich auch um PKK-Anhänger handeln, da die Londoner Behörden den Druck auf die Terrororganisation stark erhöht habe.

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.