Happy Birthday „SMS“: Die Textnachricht wird 19

Vor 19 Jahren sah es noch nicht danach aus, als wäre sie eine große Sache. Heute, fast zwei Dekaden später, ist der Siegeszug der SMS gewiss. Bis Ende 2011 werden rund acht Billionen Textnachrichten verschickt worden sein. Über 15 Millionen pro Minute.

In dieser Woche wurden Textnachrichten bereits 19 Jahre alt. Was fast niemand weiß: Die erste Meldung ihrer Art wurde am 3. Dezember 1992 von einem britischen Ingenieur verschickt. Doch dieser befand sich nicht etwa im sagenumwobenen Silicon Valley in Kalifornien. Nein, er saß damals in einem Büro in Newbury, Berkshire.

Papworth verschickte erste SMS auf Weihnachtsfeier

Neil Papworth war zu dieser Zeit 22 Jahre alt und versandte während einer Betriebsweihnachtsfeier an den damaligen Vodafone-Direktor Richard Jarvis ein schlichtes „Happy Christmas“. Papworth verschickte den Gruß von seinem Büro-Computer über das Vodafone GSM-Netz zu einem Orbitel 901. Dass er damit die Art der Kommunikation geradezu revolutioniert hatte, war dem jungen Mann alles andere als bewusst. „Ich war ein junger Ingenieur, der an neuen Kommunikationstechnologien arbeitete, Wir dachten, die SMS sei ein kluger Weg für Mitarbeiter eines Unternehmens, sich gegenseitig einfache, kurze Nachrichten zu schicken“, so Papworth gegenüber der SMS & Mobile Messaging Association anlässlich ihres 15. Geburtstags. Dass die Technik jemals auch bei Privatleuten Anwendung finden würde, damit hatte er ganz und gar nicht gerechnet. Sicher auch nicht Friedhelm Hillebrand und Bernhard Ghillebaert, die vor nunmehr 27 Jahren den technologischen Grundstein für die SMS entwickelten.

Kommunikationstechnik wechselt immer schneller

Heute scheint ein modernes Leben ohne SMS gar nicht mehr vorstellbar. Gerade für junge Leute erscheint ein Dasein ohne Handy und Kurznachrichten fast schon surreal. Nur ein Telefon pro Familie? Ein Aparat an der Wand im Flur? Wie soll das bitte gehen? Und noch mehr: Es hat sogar den Anschein, als würde sie bereits von anderen Technologien überholt werden. Festnetz und Briefpost sind lange vorbei. Pager und Faxe erst recht. Twittern, Chatten, Facebooken – die Entwicklungen werden immer schneller, die Ablösezeit bis zum nächsten „große Ding“ immer kürzer.

Zum Vergleich: 1995 sandte jeder Handybesitzer im Schnitt gerade einmal 0.4 Nachrichten pro Monat. Billionen wie heute waren damals unvorstellbar. Übrigens, die fleißigsten SMS-Schreiber kommen von den Philippinen. 27 Stück pro Tag schickt jeder von ihnen im Schnitt ab. Weltweit wurden allein im letzten Jahr durch solche Nachrichten 114.6 Milliarden Dollar an Umsätzen generiert. In den nächsten fünf Jahren, so schätzen Experten, soll hier noch einmal ein gehöriger Schub kommen. Mobilfunknetze werden dann geschätze 726 Milliarden Dollar damit verdienen. Ob die SMS durch das Email-Messaging von Blackberrys und Apple’s Imessage jemals verdrängt werden kann, bleibt abzuwarten.

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