Blaue Karte EU: Die Bundesregierung gibt grünes Licht

Die Hürden für qualifizierte Fachkräfte, die in Deutschland arbeiten wollen, werden gesenkt. Doch auch Ausländer, die in der Bundesrepublik studiert haben, profitieren von den neuen Regelungen.

In Zukunft wird es für Fachkräfte, die von außerhalb der europäischen Union kommen, leichter sein, in Deutschland zu arbeiten. Die Bundesregierung hat einer Lockerung der Einstellungsbedingungen für qualifizierte Arbeitskräften zugestimmt. „Angesichts des absehbaren demografiebedingten Fachkräftemangels setzt der Gesetzentwurf damit ein wichtiges Zeichen“, betonte Schavan, in der Pressemitteeilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (bmbf).

Mit Jobverlust erlischt Aufenthaltsgenehmigung

Demnach wird nach Angaben des Außenministeriums das Jahreseinkommen von aus sogenannten Dritte-Welt-Ländern stammenden qualifizierten Arbeitskräften von 66 Tausend Euro auf 48 Tausend Euro gesenkt. Fachkräfte, die nachweisen können, dass sie eine Arbeit mit diesem Gehalt gefunden haben, bekommen eine Aufenthaltserlaubnis. Verliert eine ausländische Fachkraft jedoch ihre Arbeit und ist auf Sozialhilfe angewiesen, verliert sie auch die Aufenthaltsgenehmigung.

Wenn eine Arbeitskraft angeben kann, dass sie eine mit mindestens 44 Tausend Euro im Jahr bezahlte Arbeitsstelle gefunden hat, werden keine zusätzlichen Diplome verlangt.

Ingenieure, Informatiker und Mediziner profitieren

In bestimmten Berufen, bei denen derzeit ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften herrscht, wird die Mindest-Einkommensgrenzen auf 33 Tausend Euro gesenkt. Besonders profitieren von dieser Regelung Ingenieure, Informatiker und Mediziner.

Personen, die mindestens zwei Jahre lang mit der „Blauen Karte EU“ (Mavi Kart) in Deutschland arbeiten, können unter bestimmten Voraussetzungen die permanente Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Ihre Familienangehörigen können dann auch nach Deutschland kommen und Arbeit suchen. Personen, die die Blaue Karte haben, können nach 1,5 Jahren Arbeit in Deutschland in ein anderes EU-Land umziehen.

Auch für Ausländer, die in Deutschland eine Universität oder vergleichbare Ausbildung absolviert haben, sind die Regelungen gelockert worden. Sie können ein Jahr lang eine Arbeit suchen und können in diesem Zeitraum auch in geringer verdienen. Nachdem sie zwei Jahre lang gearbeitet haben, können sie die permanente Aufenthaltsgenehmigung erhalten. „Gerade Hochschulabsolventen, die  bereits in Deutschland ausgebildet wurden, möchten wir in Zeiten eines weltweiten Wettbewerbs um Talente noch stärker für uns gewinnen“, so Schavan.

Personen aus sogenannten Dritte Welt Ländern, die ihre Ausbildung in Deutschland absolviert haben, bekommen das Recht, in Deutschland zu bleiben und eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.

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