Syrische Panzer an der türkischen Grenze

Die Situation an der türkisch-syrischen Grenze spitzt sich zu: Syrien fährt mit Panzern vor. Zwei Grenzübergänge wurden geschlossen.

Die Situation an der türkisch-syrischen Grenze scheint sich zuzuspitzen. Nachdem die syrische Presseagentur SANA gemeldet hatte, dass 35 „Terrorist“ versucht hätten, von der Türkei aus die Grenze nach Syrien zu überqueren, hat die Regierung Assads Panzer an die türkisch-syrische Grenze geschickt.

Ein türkischer Diplomat hatte ausgesagt, dass die Türkei niemals erlauben werde, dass bewaffnete Gruppen von der Türkei aus nach Syrien gelangen. Der syrische Außenminister begrüßte dieses Aussage: „Wir begrüßen jede Erklärung, die unsere guten Nachbarschaftsbeziehungen erhält“, so der Nachrichtensender ntv.

Während dessen hat die syrische Regierung zwei Grenzübergänge in die Türkei vollkommen geschlossen. Die Grenzübergänge in beide Richtungen in Nusaybin und Akçakale wurden heute Morgen mit dem Vorwand geschlossen, sie müssten Überprüfungen unterzogen werden. An den Übergängen Yayladağ, Cilvegözü und Öncüpınar scheint der Grenzverkehr wie bislang weiterzugehen.

Vorher schon hatten die Türkei und Syrien das Freihandelsabkommen auf Eis gelegt. Demnach erhebt die Türkei auf Waren, die aus Syrien importiert werden, 30 Prozent Steuern. Außerdem sollen Fahrzeuge mit syrischem Kennzeichen, die älter als 20 Jahre sind, nicht in die Türkei einreisen. Desweiteren erörtert die Türkei alternative Handelsrouten, um Syrien zu umgehen. Einer davon ist der Hafen von İskenderun. Von hier soll der Hafen von Akaba direkt angefahren werden.

„Die türkische Wirtschaft ist stark genug, um die Unannehmlichkeiten, die durch diese Dynamik entstehen abzufedern“, zitiert die Zeitung sonsayfa den Zoll- und Handelsminister Hayati Yazıcı.

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